netzeitung.deImmer weniger reguläre Stellen in Deutschland

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Erwerbstätige in der Industrie (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erwerbstätige in der Industrie
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Abbau sozialversicherungspflichtiger Stellen setzt sich weiter fort, stattdessen entstehen immer mehr Ein-Euro-Jobs. Insgesamt ging die Beschäftigtenzahl im dritten Quartal leicht zurück.

In den vergangenen drei Monaten ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland auf Jahressicht leicht zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, waren mit 38,9 Millionen Menschen etwa 25.000 Arbeitnehmer weniger beschäftigt. Das sei ein Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Allerdings habe sich der Rückgang im Vergleich zum zweiten Quartal mit minus 0,3 Prozent etwas abgeschwächt.

Auch die übliche Herbstbelebung fiel mit einer Zunahme von 268.000 Erwerbstätigen gegenüber dem Vorquartal stärker aus als noch im vergangenen Jahr. Damals belief sich der Zuwachs auf 180.000 Beschäftigte. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Berichtszeitraum um 0,2 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2005.

Immer mehr Selbständige
Die Zahl der Ein-Euro-Jobs legte den Statistikern zufolge erneut zu, während sich der Abbau sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten auf Jahressicht unvermindert fortsetzt. So sei die Zahl der Arbeitnehmer im dritten Quartal um 182.000 gesunken. Das sei ein Rückgang von 0,5 Prozent.

Nach Ansicht der Behörde ist das auch auf den sinkenden Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente wie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zurückzuführen. Wie viele der auch Arbeitsgelegenheiten genannten Ein-Euro-Jobs im Gegenzug entstanden, teilte die Behörde nicht mit.

Dagegen wirkt sich die Förderung selbständiger Tätigkeiten deutlich aus: Im dritten Quartal wählten 3,7 Prozent mehr Menschen den Weg in die Selbständigkeit als noch im Vorjahreszeitraum. (nz)