Verarbeitendes Gewerbe steigert Umsatz
15.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Industrie in Deutschland
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland kann mit immer weniger Personal immer höhere Umsätze erzielen. Dabei verkaufen die Unternehmen der Branche zunehmend mehr Ware im Ausland.
Mit weniger Beschäftigten hat das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland im Juli mehr Umsatz erzielt. Demnach ging die Zahl der Beschäftigten um 97.100 oder 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Hingegen steigerten die Unternehmen der Branche ihre Umsätze ohne Umsatzsteuer um 1,8 Prozent auf insgesamt 120,6 Milliarden Euro.
Der gestiegene Gesamtumsatz resultiert nach Berechnungen der Statistiker vor allem aus dem wachsenden Auslandsgeschäft. Der Auslandsumsatz wuchs um 3,5 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro. Hingegen legte der Umsatz im Inland um 0,7 Prozent auf 72,2 Milliarden Euro zu.
Brennstoffe gefragtDie größten prozentualen Umsatzsteigerungen verbuchte der Bereich Bergbau und Gewinnung von Steine und Erden mit 19,1 Prozent. Über dem Durchschnitt entwickelten sich auch die Umsätze in der Kokerei und bei der Mineralölverarbeitung. Hier gab es ein Plus von 13,0 Prozent. Ein deutliches Umsatzplus von 8,9 Prozent gegenüber Juli 2004 verbuchten auch die Betriebe der Metallindustrie.
Weniger gut hingegen lief es für die Hersteller von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten. Sie setzten 2,4 Prozent weniger um als im Vergleichszeitraum.
Höhere GehaltskostenDie nun 5,9 Millionen Beschäftigten arbeiteten 755,5 Millionen Stunden. Das sind 3,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum. Allerdings hatte der Juli 2005 einen Arbeitstag weniger. Die gezahlten Löhne und Gehälter erhöhten sich in der Summe um 1,3 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro. (nz)