Walter Bau wehrt sich gegen Abwerbungen
Wilken wird vorgeworfen, Angestellte der ersten und zweiten Führungsebene der profitablen Walter-Tochter Heilit Verkehrswege GmbH wegzulocken. Wilken war bis Herbst 2004 Aufsichtsrat bei Walter Heilit und soll jetzt Berater von Bilfinger Berger sein.
Über die angeblichen Abwerbungen klagt Walter Bau bereits seit längerem. Im Hintergrund steht offenbar der gescheiterte Übernahmeversuch von Bilfiger Berger: Der Vorstandschef des im M-Dax geführten Baukonzerns, Herbert Bodner, hatte versucht, durch ein Gegenangebot eine Übernahme des insolventen Baukonzerns durch den österreichischen Konkurrenten Strabag zu verhindern. Inzwischen sieht Bodner aber kaum noch Chancen, wie er selbst eingestanden hat. Daher hat er seine Pläne offenbar geändert: Anstatt durch den Kauf von Walter Heilit an ein Straßenbaugeschäft zu kommen, will er nun offensichtlich aus dem Stand eine eigene Sparte aufbauen.
Laut Bericht erwirtschaftet Walter Heilit eine Jahresleistung von gut einer halbe Milliarde Euro. Dabei arbeite die Tochter profitabel. Das Tiefbau-Unternehmen sie unter anderem an der Bahn-Schnellstrecke zwischen Frankfurt am Main und Köln beteiligt gewesen und habe sich am Ausbau des Flughafens unter anderem in München beteiligt.
Schneider versucht nach eigenen Angaben, durch einen Verkauf von Unternehmensteilen im Paket möglichst viele Arbeitsplätze im Unternehmen zu erhalten. Dabei gilt die Strabag auch seinen Angaben nach als aussichtsreichster Kandidat für einen Zuschlag. Am Mittwoch trifft der Gläubigerausschuss erstmals nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens zusammen, um über die Zukunft des Unternehmens zu beraten. (nz)

