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Lupe Nachrichten lösen Handy-Klingeltöne ab

Mit immer neuen Handy-Klingeltönen können Dienstleister ihre Kunden offenbar nicht mehr beeindrucken. Ein Großteil will binnen eines Jahres sogar völlig auf mobile Services verzichten, wie eine Studie belegt.

Unternehmen, die Klingeltöne, Bildschirmschoner oder Nachrichten zum Download aufs Handy anbieten, könnten harte Zeiten bevorstehen. Knapp 40 Prozent der derzeitigen Nutzer solcher Dienste in Deutschland können sich vorstellen, in einem Jahr vollständig auf Services dieser Art zu verzichten. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die das Beratungsunternehmen LogicaCMG am Mittwoch in Frankfurt vorgelegt hat.
Weniger Musik
Bei den älteren Nutzern ab 45 Jahre liege der Anteil derer, die künftig auf schreiende Frösche oder verrückte Nilpferde verzichten wollen, sogar bei gut der Hälfte. Verändern werde sich auch der Anteil einzelner Dienste am Gesamtangebot. Das Interesse an Klingeltönen sei generell rückläufig, stellten die IT-Experten fest. 70 Prozent der Befragten hätten angegeben, Klingeltöne auf ihr Mobiltelefon zu laden. Für die nächsten zwölf Monate plane das jedoch nur noch ein Viertel.

Auch Spiele- und Musikdownloads würden an Bedeutung verlieren. Hätten die Services derzeit einen Anteil von mehr 40 beziehungsweise 30 Prozent, werde er binnen eines Jahres auf jeweils rund 15 Prozent absinken, sagen die Berater voraus.

Mehr Nachrichten
Stattdessen würden Nachrichten immer mehr in den Vordergrund rücken. Mehr als jeder Dritte habe angegeben, in den kommenden zwölf Monaten vor allem Informationen auf das Handy laden. Zunehmen werde auch der Anteil von Sportergebnissen oder kurzen Spielszenen.

Insgesamt scheinen die Nutzer den Markt für gesättigt zu halten. Knapp die Hälfte der Befragten sei der Meinung gewesen, dass die Menge an Inhalten im Lauf eines Jahres nicht mehr zunehmen werde. Rund 30 Prozent glaubten sogar, die Zahl der Angebote werde sich in dieser Zeit reduzieren. (nz)