Forsa droht CDU mit Klage
07.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Vor dem 1. TV-Duell: CDU-Herausforderer Rüttgers und SPD-Ministerpräsident Steinbrück
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Das erste TV-Duell zwischen den nordrhein-westfälischen Spitzenkandidaten sorgt für Streit. Eine Meinungsumfrage sah SPD-Ministerpräsident Steinbrück als Sieger, die CDU will das nicht glauben.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa prüft juristische Schritte gegen die nordrhein-westfälische CDU. Dies sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem «Kölner Stadt-Anzeiger».
Hintergrund sind Äußerungen von CDU-Generalsekretär Hans-Joachim Reck zu einer Blitzumfrage des Instituts nach dem ersten Fernsehduell zwischen NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) und seinem CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers am Donnerstagabend. Reck hatte die Blitzumfrage von Forsa als «abgekartetes Spiel» bezeichnet. «Jeder weiß: Wo Forsa draufsteht, ist SPD drin.» Das Institut habe einen Beratervertrag mit der nordrhein-westfälischen SPD, meinte er.
Schlechter VerliererLaut der Umfrage war Ministerpräsident Peer Steinbrück klarer Sieger des ersten TV-Duells. Rund 48 Prozent der Zuschauer sähen den Sozialdemokraten als Gewinner der Redeschlacht, nur 24 Prozent den CDU-Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers, berichteten die Meinungsforscher.
Die SPD bestritt inzwischen vehement, dass die Umfrage manipuliert sei. «Die CDU ist ein schlechter Verlierer», sagte SPD-Generalsekretär Michael Groschek.
GeschäftsschädigungAuch Forsa wehrt sich und erwägt eine Klage gegen die CDU wegen möglicher Geschäftsschädigung. «Die CDU schreit, weil ihr die Zahlen nicht passen», sagte Forsa-Chef Güllner dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Einen Beratervertrag mit der SPD gebe es nicht und gab es nie. (nz)