Krise der Weltmeere:
Fischbestände sinken dramatisch
18.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Korallenriffe der Erde
Foto: Institute for Marine Remote Sensing (Florida)
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«In Dead Water», so heißt eine Studie des Uno-Umweltprogramms «Unep». Der Titel verrät - dem Meer geht es so schlecht wie nie.
Der Report kommt zu dem Schluss, dass der Klimawandel die Wasserströmungen der Weltmeere gefährdet, die nahrungsreiches Wasser in den Ozeanen verteilen. Durch die Erwärmung der Meere sind auch die Laichgründe vieler Fische an Riffen gefährdet. Viele Raubfische bevorzugen allerdings kältere Gewässer als Lebensraum, durch die Erwärmung werden sie gezwungen in arktische Regionen auszuweichen.
Beim Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) wurde davor gewarnt, dass diese Wanderungsbewegungen im Zusammenspiel mit der Erwärmung der Gewässer die extrem artenreiche Fauna insbesondere der arktischen Gewässer bedrohen würde.
Nahrungskette unterbrochenDie Übersäuerung der Meere kann auch den Korallenriffen zum Verhängnis werden Die Vernichtung dieser sensiblen und produktiven Biotope würde die Nahrungskette unterbrechen und ein Artensterben nach sich ziehen.
Durch das parallele Auftreten von Klimawandel, Küstenverschmutzung und Überfischung sind jetzt schon 10-15 Prozent der Weltmeerregionen stark geschädigt. Die Tendenz für das Jahr 2050 wird mit 70-90 Prozent angegeben.
Vollständige VernichtungIn Addition könnten diese Effekte schon in wenigen Jahren zur vollständigen Vernichtung der Fischbestände vieler kommerziell genutzter Fischgründe führen. Das hätte fatale Folgen für etwa 2,6 Milliarden Menschen, deren Nahrungsgrundlage der Fisch ist. (nz/Unep)