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Weißes Haus streicht Klimabericht zusammen

24. Okt 2007 09:52
US-Präsident George W. Bush
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Unliebsame Passagen werden einfach gestrichen: Die Bush-Regierung hat einen Expertenbericht über die Folgen des Klimawandels drastisch gekürzt. US-Senatorin Boxer fordert die sofortige Freigabe des gesamten Dokuments.

Vor einer Anhörung des US-Senats über die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels hat die Regierung in Washington den Bericht des Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung (CDC) drastisch gekürzt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch unter Berufung auf Kreise. So wurden vor der Anhörung des Berichts konkrete Informationen über mögliche Krankheiten aus dem Dokument des CDC gestrichen.

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Die Vorsitzende des Ausschusses, die demokratische Senatorin Barbara Boxer, forderte demnach die Bush-Administration auf, die ungekürzte Fassung des Berichts unverzüglich freizugeben. «Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, alle Fakten über die ernste Bedrohung durch die globale Erwärmung zu erfahren», sagte sie.

Weil das CDC eine Einrichtung des Gesundheitsministeriums ist, wurde der Bericht wie in solchen Fällen üblich vorher der Kontrollbehörde des Weißen Hauses vorgelegt, dem Office of Management and Budget (OMB). Der Bericht wurde laut AP zunächst von 14 auf vier Seiten zusammengestrichen. Das OMB habe den Bericht ausgeweidet und damit bedeutungslos gemacht, sagte ein CDC-Beamter, der beide Versionen kennt.

Die am Dienstag im Gesundheitsausschuss von CDC-Direktorin Julie Gerberding vorgetragene Version über medizinische Konsequenzen bei einer fortschreitenden Erderwärmung umfasste schließlich sechs Seiten. Gestrichen wurde unter anderem die Information zur Zahl der Menschen, die aufgrund des Klimawandels mit gesundheitlichen Problemen rechnen müssen.

Bei der Befragung durch die Abgeordneten nannte Gerberding zwar zusätzliche Informationen, aber keine konkreten Details etwa zur Art der Gesundheitsrisiken: Der Klimawandel werde «eine große Bandbreite von Wirkungen auf die Gesundheit der Amerikaner» haben, sagte sie lediglich.

Die Regierung Bush sah sich bereits früher mit dem Vorwurf konfrontiert, Druck auf Wissenschaftler auszuüben, um Aussagen zum Ausmaß der Bedrohung durch den Klimawandel abzuschwächen. (AP/nz)

 
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