Die Wissenschaftler und Vertreter von mehr als 100 Ländern hatten in Bangkok vier Tage und überwiegend Nächte an dem Schlussdokument gearbeitet. Es handelt sich um eine Zusammenfassung von mehr als 1000 Seiten wissenschaftlicher Daten und Analysen. Die Zusammenfassung musste von den Regierungsvertretern Zeile für Zeile abgesegnet werden. Die letzten Hürden wurden in der Nacht zum Freitag praktisch beseitigt. Lediglich ein Einwand der chinesischen Delegation sei bei der abschließenden Plenarsitzung noch auszubügeln, verlautete aus Teilnehmerkreisen. Wie es hieß, wollte die chinesische Delegation deutlicher definieren, mit welchem Grad an Gewissheit bestimmte Klimaprojektionen gemacht werden.
Im Kapitel über Atomkraft argumentierte die deutsche Delegation dem Vernehmen nach erfolgreich gegen eine zu starke Betonung von Atomstrom als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Hier habe vor allem die amerikanische Delegation eine deutlichere Befürwortung gewünscht. In dem Text wird dem Vernehmen nach die Atomkraft zur Stromerzeugung als treibhausgasneutrale Alternative aufgeführt, allerdings mit dem Hinweis auf die Sicherheitsrisiken und die ungelöste Abfallproblematik. (dpa)