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Uno hält Klima-Katastrophe für abwendbar

04. Mai 2007 07:15
Der Welt drohen Epidemien, Dürren und Überschwemmungen
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Ein paar Jahren bleiben noch, um eine mögliche Klimakatastrophe abzuwenden. Dazu muss aber die Emission von Treibhausgasen weltweit drastisch reduziert werden.

Der weltweite Treibhausgasausstoß muss bis spätestens 2015 stabilisiert werden, wenn die Menschheit die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abwenden will. Das geht aus dem dritten Teil des UN-Klimaberichts hervor, der am Freitag in Bangkok veröffentlicht wurde.

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Nur wenn die immer noch steigenden Treibhausgasemissionen von 2015 an nicht mehr weiter wachsen, kann der weltweite Temperaturanstieg im Bereich von 2,0 bis 2,4 Grad Celsius gehalten werden, mahnen die Wissenschaftler in ihrer Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger. Die EU hatte zwei Grad Erwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits als höchsten akzeptablen Wert bezeichnet. Die Temperaturen sind bereits um rund ein Grad gestiegen.

Die Kosten dafür halten sich nach Überzeugung der Wissenschaftler in Grenzen. Mit etwa 0,1 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts könne die Erderwärmung unter der kritischen Grenze gehalten werden. Dagegen würde es 20 mal teurer, nichts zu tun: durch Überschwemmungen, Dürren, Epidemien, und riesige Flüchtlingsströme.

«Die Weltgemeinschaft muss die Klimakatastrophe ernster nehmen», sagte der deutsche Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, schon vor Veröffentlichung des Berichts. Der Klimarat gebe dem G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm an der Ostsee damit eine starke Vorgabe, um entschlossene Signale für den Kampf gegen den Klimawandel zu setzen.

Mehr als 1000 Seiten

Die Wissenschaftler und Vertreter von mehr als 100 Ländern hatten in Bangkok vier Tage und überwiegend Nächte an dem Schlussdokument gearbeitet. Es handelt sich um eine Zusammenfassung von mehr als 1000 Seiten wissenschaftlicher Daten und Analysen. Die Zusammenfassung musste von den Regierungsvertretern Zeile für Zeile abgesegnet werden.

Die letzten Hürden wurden in der Nacht zum Freitag praktisch beseitigt. Lediglich ein Einwand der chinesischen Delegation sei bei der abschließenden Plenarsitzung noch auszubügeln, verlautete aus Teilnehmerkreisen. Wie es hieß, wollte die chinesische Delegation deutlicher definieren, mit welchem Grad an Gewissheit bestimmte Klimaprojektionen gemacht werden.

Im Kapitel über Atomkraft argumentierte die deutsche Delegation dem Vernehmen nach erfolgreich gegen eine zu starke Betonung von Atomstrom als Alternative zu fossilen Brennstoffen. Hier habe vor allem die amerikanische Delegation eine deutlichere Befürwortung gewünscht. In dem Text wird dem Vernehmen nach die Atomkraft zur Stromerzeugung als treibhausgasneutrale Alternative aufgeführt, allerdings mit dem Hinweis auf die Sicherheitsrisiken und die ungelöste Abfallproblematik. (dpa)

 
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