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Tiefensee plant Klima-Pass für Neuwagen

07. Apr 2007 10:44, ergänzt 14:41
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee
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Autohändler sollen Käufer künftig über den Umfang des CO2-Ausstoßes eines Fahrzeugs informieren. Ein Klima-Pass wie der auf Kühlschränken soll noch in diesem Jahr Pflicht werden.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will noch in diesem Jahr einen verbindlichen Klima-Pass für alle Neufahrzeuge einführen. Der «Bild»-Zeitung sagte der Minister, der Klima-Pass werde Aufschluss darüber geben, wie viel klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2) ein Auto ausstoße und in welchem Verhältnis der Ausstoß zur Nutzlast stehe. Der Automobilclub ADAC begrüßte das Vorhaben.

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Tiefensee betonte: «Wir brauchen mehr Transparenz als Grundlage für vernünftige Kaufentscheidungen. Bisher ist der CO2-Wert nur als absolute Zahl im Katalog angegeben. Damit kann sich niemand ein Bild machen, ob der CO2-Ausstoß hoch oder niedrig ist. Deshalb schlage ich vor, dass die Autohändler so über die Umweltfreundlichkeit informieren müssen, wie wir es vom Kühlschrank kennen - mit einem deutlich sichtbar angebrachten Klima-Pass.»

Der Minister erläuterte, auf dem Pass solle es zwei Skalen geben: «Auf der oberen ist der CO2-Ausstoß ablesbar. Grün heißt sehr wenig CO2, gelb bedeutet mittel und rot weist auf einen sehr hohen CO2-Wert hin. Auf der zweiten Skala soll der CO2-Nutzwert erkennbar sein, bei dem wir die maximale Zuladung mit in Betracht ziehen. »Mein Ziel ist, dass die Verbraucher noch in diesem Jahr diese nützliche Information beim Autokauf erhalten.«

ADAC zufrieden

ADAC-Präsident Peter Meyer sagte: »Damit wird endlich eine seit langem erhobene Forderung des ADAC aufgegriffen.« Die derzeit existierenden Zahlenangaben zum Kohlendioxid-Ausstoß seien für die Verbraucher nur wenig aussagekräftig.

»Die Verbraucher müssen auf einen Blick erkennen können, ob ein Auto hinsichtlich seiner CO2- Emissionen gut oder schlecht ist.« In Staaten wie Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden würden Autos bereits nach Effizienzklassen gekennzeichnet.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erklärte in Frankfurt am Main, angesichts der laufenden Gesetzgebungsverfahren in Brüssel sei es wichtiger, auf eine EU Regelung hinzuarbeiten als jetzt noch nationale Systeme für eine möglicherweise kurze Dauer zu entwickeln. Zudem müsse eine CO2-Kennzeichnung dem Kunden Informationen geben, die die unterschiedliche Nutzung von Fahrzeugen berücksichtigten. Dazu gehörten zum Beispiel auch Fahrzeugabmessungen oder das Gewicht. (dpa)

 
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