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Die Menschheit hat Zeit bis 2020

21. Feb 2007 20:29
Demonstration für den Klimaschutz
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Laut dem Weltklima-Bericht der Vereinten Nationen bleiben der Menschheit nur noch wenige Jahre, um eine Klimakatastrophe abzuwenden.

Endzeitstimmung beim Klimaschutz: Die Menschheit hat dem Weltklimabericht zufolge höchstens bis zum Jahr 2020 Zeit, um durch die Einführung effizienter Technologien eine weltweite Klimakatastrophe zu verhindern.

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Geeignete Maßnahmen seien der verstärkte Einsatz von Biokraftstoffen, Hybridfahrzeuge oder neue Atomkraftwerke, heißt es nach Angaben der «Financial Times Deutschland» im Entwurf des dritten Teils des UN-Klimaberichts. In Deutschland sprachen sich Politiker von CDU, SPD und Grünen für ein Glühbirnen-Verbot in Deutschland nach dem Vorbild Australiens aus.

Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 nicht substanziell abnehme, werde die Erderwärmung unumkehrbare Prozesse wie das Abschmelzen der Eisschilde in Grönland und die Übersäuerung der Ozeane in Gang setzen, sagen die UN-Klimaforscher der «FTD» zufolge voraus. Der erste Teil des Berichts war Anfang Februar veröffentlicht worden und hatte weltweit eine Diskussion über
Klimaschutz ausgelöst.

Atomkraftwerke einsparen

Australien hat angekündigt, den Verkauf von Glühbirnen schrittweise einschränken - eine Maßnahme, die auch in Deutschland diskutiert wird, obwohl sich das Bundesumweltministerium dagegen ausgesprochen hat. Man könne so in wenigen Jahren ein bis zwei Atomkraftwerke einsparen, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer. Auch CDU-Staatssekretär Peter Paziorek und der frühere Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sprachen sich dafür aus, künftig nur noch Energiesparlampen zuzulassen. Nach Angaben der Deutschen Energieagentur könnte der private Stromverbrauch so um sechs Prozent gesenkt werden.

Energiesparlampen sind zwar beim Kauf teurer, dafür länger haltbar und damit auf lange Sicht rentabel, wie das bayerische Verbraucherschutzministerium vorrechnete. Ihre Lebensdauer liegt danach zwischen 8.000 und 12.000 Stunden, während herkömmliche Glühbirnen bereits nach rund 1.000 Stunden ihren Dienst verweigern können. Das Freiburger Öko-Institut schätzt, dass Energiesparlampen 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Glühbirnen.

Autosteuern bündeln.

Grünen-Fraktionschefin Renate Künast bekräftigte beim Politischen Aschermittwoch in Biberach den Vorwurf, die Autoindustrie habe den Trend für umweltfreundliche Antriebe verschlafen. Sie forderte erneut ein Festhalten am Atomausstieg. Nötig sei stattdessen der weitere Ausbau der erneuerbaren Energieträger. Derzeit wird bis zu zwölf Prozent des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt, wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) erklärte.

Zur besseren Steuerung des Klimaschutzes will Hessen die Auto-Steuern beim Bund bündeln. Die Länder sollten die Kfz-Steuer an Berlin abgeben und im Gegenzug die Versicherungssteuer erhalten, schlug der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar vor. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee lehnte ein Tempolimit des
Klimas wegen erneut ab. (AP)

 
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