Australien hat angekündigt, den Verkauf von Glühbirnen schrittweise einschränken - eine Maßnahme, die auch in Deutschland diskutiert wird, obwohl sich das Bundesumweltministerium dagegen ausgesprochen hat. Man könne so in wenigen Jahren ein bis zwei Atomkraftwerke einsparen, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer. Auch CDU-Staatssekretär Peter Paziorek und der frühere Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sprachen sich dafür aus, künftig nur noch Energiesparlampen zuzulassen. Nach Angaben der Deutschen Energieagentur könnte der private Stromverbrauch so um sechs Prozent gesenkt werden. Energiesparlampen sind zwar beim Kauf teurer, dafür länger haltbar und damit auf lange Sicht rentabel, wie das bayerische Verbraucherschutzministerium vorrechnete. Ihre Lebensdauer liegt danach zwischen 8.000 und 12.000 Stunden, während herkömmliche Glühbirnen bereits nach rund 1.000 Stunden ihren Dienst verweigern können. Das Freiburger Öko-Institut schätzt, dass Energiesparlampen 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Glühbirnen.