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Lupe Klimawandel treibt Pinguine nach Süden

Für die Adeliepinguine wird es eng. Die höheren Temperaturen treiben andere Pinguine in ihr Revier.

Wegen des Klimawandels wandern die Pinguine weiter in Richtung Südpol. Das berichtete Berry Lyons von der Ohio State University in Columbus (USA) auf der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS), die am Donnerstag in San Francisco begonnen hat.

Esels- und Kehlstreifen-Pinguine hätten ihren Lebensraum weiter nach Süden verschoben und bevölkerten nun auch Reviere der Adeliepinguine, berichtete Lyons. Ursache sei der Rückgang des Eises an den Rändern der Antarktis, erklärte der Polarforscher.

Beobachtungen in der Nähe der US-amerikanischen Palmer-Station in der Antarktis wiesen zudem darauf hin, dass sich die Region langsam erwärme. Weiter berichtete Lyons, dass die Krillvorkommen – riesige Schwärme kleiner Krebse und Nahrungsgrundlage vieler Meeresstiere - rückläufig seien. «Diese Faktoren werden großen Einfluss auf die Dynamik des Eises und das fragile Ökosystem haben», warnte der US-Forscher.

Nach der Veröffentlichung des vierten UN-Klimaberichtes ist der Klimawandel auch eines der Hauptthemen des Treffens, das als größtes interdisziplinäres Wissenschaftlerforum weltweit gilt. Unter dem Motto «Wissenschaft und Forschung für nachhaltiges Handeln» werden bis zum Montag werden in San Francisco etwa 10.000 Teilnehmer erwartet. (nz)