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US-Institut zahlt für Gegenstudie zum Klimawandel

02. Feb 2007 12:33
Der Klimawandel bringt Dürren mit sich
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Öl und Kohle und der Hang des Menschen, diese zu verfeuern, sind ein Hauptgrund für den Klimawandel. Dieses Ergebnis einer UN-Studie behagt nicht allen: Ein von Ölkonzernen gesponsertes Institut macht prompt Wissenschaftlern ein unmoralisches Angebot.

Alles prima mit dem Klima. Wer dafür als Wissenschaftler Fakten präsentiert, darf mit einem großzügigen Honorar rechnen. 10.000 Dollar hat das als konservativ bekannte US-Institut American Enterprise Institute (AEI) denjenigen versprochen, deren Untersuchungen die Ergebnisse der aktuellen UN-Studie zum Klimawandel widerlegen oder zumindest in Zweifel ziehen, wie der «Guardian» berichtet. Reisekosten und Spesen exklusive.

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  • Besonders pikant: Das AEI erhält sein Geld unter anderem von großen Öl-Konzernen. Laut dem Bericht zahlte Exxon-Mobil mehr als 1,6 Millionen Dollar. Zudem gilt das US-Institut als deutlich US-Präsident George W. Bush nahestehend. Laut dem «Guardian» arbeiteten fast zwei Dutzend AEI-Angestellte früher als Berater der Bush-Regierung - die weltweit für ihre distanzierte Haltung gegenüber dem Schutz des Klimas bekannt ist.

    Empörung

    Klimaforscher reagierten empört auf das Vorgehen des Instituts. «Es ist ein verzweifelter Versuch einer Organisation, die versucht, die Wissenschaft für ihre eigenen politischen Ziele zu missbrauchen», sagte David Viner von der Universität von East Anglia dem «Guardian». Die Klimastudie der Uno sei «die umfassendste und offenste, die je zu dem Thema gemacht» worden sei. Das, was das AEI versuche, führe dazu, dass «das Vertrauen der Öffentlichkeit in wissenschaftliche Studien» verloren gehe. Auch wüssten Regierungen nicht mehr, ob sie weiterhin auf den Rat von Wissenschaftlern bauen könnten, wenn doch Konzerne indirekt dafür sorgten, dass nicht objektiv, sondern zielgerichtet geforscht werde.

    Die Umweltschutz- Organisation Greenpeace verurteilte das Vorgehen des US-Instituts ebenfalls scharf. Das AEI sei der Stellvertreter des Weißen Hauses, wenn es darum gehe, die Folgen des Klimawandels zu leugnen, sagt Greenpeace-Sprecher Ben Stewart. «Sie haben wissenschaftlich und moralisch gesehen verloren», so Stewart im «Guardian». Nur «einen Koffer voller Geld» hätte das AEI noch.

    Kohle und Öl

    Der Weltklimabericht der Uno, der an diesem Freitag vorgestellt wurde, lässt kaum Zweifel daran, dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird. Es heißt darin, dass das Verfeuern fossile Brennstoffe wie Kohle und Öl dafür sorgen, dass die Luft der Welt immer wärmer wird. Ein Hitzekollaps, der Anstieg des Meeresspiegels und heftige Wirbelstürme seien die Folge.

    Es ist nicht bekannt, ob Wissenschaftler das Angebot des AEI angenommen haben, diesen Schlussfolgerungen entgegen zu treten. (nz)

     
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