04.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Hitze in Indien
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der britische Wetterdienst rechnet für das angebrochene Jahr mit einer außergewöhnlich hohen globalen Durchschnitts-Temperatur. Die Forscher führen das nicht nur auf den Klimawandel zurück.
Das Zusammenwirken von menschengemachtem Klimawandel und dem wiederkehrenden Wetterphänomen El Niño könnte 2007 zum wärmsten Jahr aller Zeiten machen. Der staatliche britische Wetterdienst legte am Donnerstag in London einen Bericht vor, der die Wahrscheinlichkeit eines neuen Rekords bei der globalen Durchschnittstemperatur mit 60 Prozent angibt. Der bestehende Rekord wurde 1998 mit 14,52 Grad registriert, wobei die regelmäßigen Messungen bis 1659 zurück reichen.
Auch damals war El Niño wirksam, eine besondere Strömung im Äquatorialpazifik mit Auswirkungen auf das weltweite Wetter: Es kommt verstärkt zu Dürre und Unwettern in Südamerika, zu Dürre in Afrika und Australien und zu Taifunen in Südostasien. Hingegen sinkt die Hurrikan-Wahrscheinlichkeit in der Karibik und im Süden der USA. Zuletzt trat El Niño 2002 auf.
Die globale Durchschnittstemperatur für das Jahr 2006 wird noch berechnet. Die britischen Klimaforscher erwarten aber, dass das abgelaufene Jahr zu den zehn Jahren mit den bisher höchsten Temperaturen gehörte. Die Wissenschaftler führen den seit mehreren Jahren anhaltenden Trend einer globalen Erwärmung auf die Zunahme von Treibhausgasen zurück, die bei dem Einsatz fossiler Brennstoffe wie Öl und Benzin entstehen. Aufgrund der Erwärmung durch die Treibhausgase reiche ein zusätzlicher Effekt der Erwärmung, wie er bei El Niño zu erwarten sei, für Temperaturen auf Rekordniveau aus, sagte der Leiter der Abteilung für Klimaforschung an der University of East Anglia, Phil Jones. (nz)