02.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Radaraufnahme des Himalajas
Foto: Nasa-JPL
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Dürren, Wüstenbildung und Sandstürme: Der Rückgang der Gletscher in Tibet wird die Lebensbedingungen in der Region verschlechtern, sagen Experten.
Die Gletscher im Hochland von Tibet, dem so genannten Dach der Welt, gehen aufgrund der Klimaerwärmung um jährlich sieben Prozent zurück. Dies berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.
Die Agentur beruft sich auf Daten der 681 Wetterstationen des Landes, die über vier Jahrzehnte gesammelt wurden. Die Durchschnittstemperaturen in Tibet seien seit den 1980er Jahren um 0,9 Grad gestiegen, zitierte Xinhua einen Sprecher der nationalen Meteorologiebehörde. Der Rückgang der Gletscher werde zu Dürren, weiterer Wüstenbildung und mehr Sandstürmen führen, erklärte der Wissenschaftler Dong Guangrong von der chinesischen Akademie der Wissenschaften. (nz)