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Mit dem Hurrikan Epsilon im Dezember war die Sturmsaison 2005 besonders lang. (Foto: Nasa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mit dem Hurrikan Epsilon im Dezember war die Sturmsaison 2005 besonders lang.
Foto: Nasa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ob Klimawandel und Extremwetter zusammenhängen, ist umstritten. Nun belegen Forscher erneut, dass die globale Erwärmung häufiger schwere Stürme entstehen lässt.

Höhere Oberflächentemperaturen der Ozeane sind für die Zunahme schwerer Wirbelstürme seit 1970 verantwortlich. US-amerikanische Forscher haben andere Faktoren ausgeschlossen, die zur Entstehung von Wirbelstürmen der höchsten Kategorien beitragen könnten.

Das Forscherteam um Carlos Hoyos vom Georgia Institute of Technology (Git) in Atlanta hat das Auftreten von Wirbelstürmen in sechs Regionen zwischen 1970 und 2004 untersucht. In dieser Zeit hat sich die Zahl der schweren Stürme fast verdoppelt. Während in den siebziger Jahren etwa jeder fünfte Wirbelsturm die höchsten Kategorien 4 und 5 erreichte, war es in den neunziger Jahren jeder dritte.

Über diese Zunahme hatten Forscher um Peter Webster vom Git im vergangenen Jahr berichtet. Webster ist nun auch einer der Autoren der neuen Studie, die am gestrigen Donnerstag in der Online-Ausgabe des Magazins «Science» erschien. Mit Hilfe statistischer Modelle haben die Forscher Faktoren untersucht, die die Entstehung schwerer Stürme wie etwa des Hurrikans Katrina begünstigen.

Dazu gehören Unterschiede der Windstärke und –richtung in verschiedenen Höhen und die Luftfeuchtigkeit in der unteren Atmosphäre. Auch Windbedingungen, die Luftwirbel leichter entstehen lassen, können zu besonders starken Stürmen beitragen. «Es gibt bei diesen Faktoren jedoch keinen globalen Trend über diese 35 Jahre», wird Hoyos in einer Mitteilung des Git zitiert. Sie haben nur kurzfristige Variationen verursacht und nicht zur langfristigen Zunahme der Sturmintensitäten beitragen können, sagen die Wissenschaftler.

Lediglich die Erwärmung der Ozeane in dieser Zeit habe die Stürme stärker werden lassen. Wirbelstürme können ab einer Oberflächentemperatur von 26 Grad Celsius entstehen. Ihre Energie beziehen sie aus der im Wasser gespeicherten Wärme. «Unsere Studie stützt den Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Wassertemperatur und der Hurrikan-Intensität», sagt Hoyos.

Für das Web ediert von Patrick Eickemeier