14.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Erdatmosphäre, aufgenommen von Bord der ISS
Foto: Nasa/MSFC
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Weltweit wird diskutiert, wie der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden kann. Bislang zeigen die Bemühungen keinerlei Wirkung.
US-Klimaforscher haben einen neuen Höchststand der Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre gemessen. Im Jahr 2005 ist die Konzentration des Treibhausgases so stark angestiegen wie in nur wenigen Jahren zuvor.
«Wir sehen keine Anzeichen einer Abnahme, sondern das Gegenteil», sagt Peter Tans von der
National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) der USA. Die Rate, mit der die CO2-Konzentration steigt, nehme sogar zu, sagte der Klimaforscher dem Onlinedienst der BBC.
Der aktuell gemessene Wert beträgt 381 Teile pro Million (ppm). Diese Konzentration liegt rund 100 ppm über dem Niveau in vorindustrieller Zeit. Allein im Jahr 2005 ist sie um 2,6 ppm angestiegen, ergab die Analyse von Luftproben, die weltweit gesammelt wurden. Der Zuwachs sei damit etwa doppelt so groß wie noch vor dreißig Jahren.
Die CO2-Konzentration habe seit mehr als einer Million Jahren nicht so hoch gelegen, sagt der britische Klimaforscher David King. Möglicherweise seien die 381 ppm der höchste Stand seit 30 Millionen Jahren. Diese Daten zeigten den dringenden Bedarf, den Kohlenstoffausstoß in die Atmosphäre zu senken, sagt der Chefberater der britischen Regierung. (nz)