netzeitung.deEl Niño verursacht Hungersnöte in Afrika

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Ernteausfälle durch Trockenheit im südlichen Afrika (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ernteausfälle durch Trockenheit im südlichen Afrika
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In El-Niño-Jahren bleiben Fischschwärme vor Südamerikas Küste aus. Das Klimaphänomen gefährdet jedoch auch die Landwirtschaft in Afrika.

Extreme Formen des Klimaphänomens El Niño können im Süden Afrikas laut einer neuen Studie zu Ernteverlusten zwischen 20 bis 50 Prozent führen. Dies gefährde die Versorgung von bis zu 20 Millionen Afrikanern, errechneten norwegische und amerikanische Forscher.

In der Online-Ausgabe des Magazins «Proceedings of the National Academy of Sciences» vom Dienstag berichten sie, wie die als «El Niño Southern Oscillation» (Enso) und «North Atlantic Oscillation» (Nao) bekannten Klimazyklen sich auf die Nahrungsmittelproduktion in Afrika auswirken.

Das Team um Nils Stensetz von der norwegischen Universitetet i Oslo analysierte Satellitendaten zum Wetter in den Jahren von 1982 bis 2003. Die Wissenschaftler stellten sie den Erträgen aus Ackerbau und Viehzucht in Afrika von 1961 bis 2003 gegenüber. Demnach wirkt sich El Niño besonders auf den Ertrag von Hirse sowie Erdnüssen und Mais aus.

Experten gehen davon aus, dass Afrika durch die globalen Klimaveränderungen mehr und mehr extreme El-Niño-Jahre erleben wird. Damit dürfte auch die Ernte auf dem Kontinent in Zukunft erheblich zurückgehen, warnt das Team. Agrarexperten müssten Afrikas Landbevölkerung helfen, die Getreide- und Gemüsearten zu finden, die sich dann am besten anbauen und lagern lassen. (nz)