netzeitung.deForscher prüfen CO2-Speicherung

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Rauchender Schornstein (Foto: stock.xchng<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Rauchender Schornstein
Foto: stock.xchng
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im Jahr 2004 wurde weltweit mehr Kohlendioxid freigesetzt als je zuvor. Forscher arbeiten an Verfahren, das Treibhausgas im Untergrund zu speichern.

Am heutigen Donnerstag beginnt am Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam ein internationaler Workshop zur klimaneutralen Speicherung von Kohlendioxid (CO2). Die Speicherung könnte eine wichtige Ergänzung der Klimaschutzbemühungen werden, da der durch den Menschen verursachte Ausstoß weiter zunimmt.

Mehr als 150 Teilnehmer aus 20 Mitgliedstaaten treffen sich in Potsdam im Rahmen des Carbon Sequestration Leadership Forum (CSLF), einem Programm für die Abtrennung des CO2 und seine Speicherung in der Erde. Auf dem Workshop sollen wissenschaftliche Kooperationen der CSLF-Mitgliedstaaten zustande kommen.

Das GFZ Potsdam führt in Ketzin, einer Stadt 20 Kilometer westlich von Berlin, ein Projekt zur Speicherung von CO2 untertage durch. In dem von der Europäischen Union geförderten Vorhaben soll das Langzeitverhalten von Kohlendioxid in Sedimentgesteinen untersucht werden. Ketzin plant eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Weyburn im Bundesstaat Saskatchewan in Kanada. Dort wird die geologische Speicherung von CO2 schon seit Jahren für die Erdölförderung eingesetzt.

Neue Strategien die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre zu stabilisieren erscheinen dringend notwendig. Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vom Mittwoch ist der CO2-Ausstoß im Jahr 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 27,5 Milliarden Tonnen gestiegen. Damit liege er um ein Viertel höher als 1990, meldet die Agentur dpa.

Der Ausstoß des klimaschädlichen CO2 sei in fast allen Ländern der Erde gestiegen, errechnete das DIW. In den wichtigen Industriestaaten waren die Emissionen im vergangenen Jahr 16 Prozent höher als 1990. Bei den 15 damaligen EU-Mitgliedern waren es 4,5 Prozent mehr. Eine hohe Zunahme verzeichnete China, wo der Ausstoß im vergangenen Jahr knapp 15 Prozent höher war als 2003. (nz)