Wälder nehmen nicht mehr Kohlendioxid auf
26.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Durch die Entwaldung der Erde und die Nutzung fossiler Brennstoffe ist die CO2-Konzentration im vergangenen halben Jahrhundert jedoch gestiegen. Bis zum Jahr 2050 rechnen Klimaforscher mit einem weiteren deutlichen Anstieg. Auf das Pflanzenwachstum könnte sich das positiv auswirken. Versuche in Gewächshäusern haben gezeigt, dass Pflanzen in einer CO2-reichen Atmosphäre schneller wachsen.
In dem Schweizer Freiland-Experiment konnte dies jedoch nicht bestätigt werden, teilte die yUniversität Basel mit. Die Forscher versetzten einen naturnahen Waldbestand rund 35 Meter hoher, fast hundertjähriger Bäume in die CO2-reiche Zukunft. Die Baumkronen wurden dazu mit Kohlendioxid begast.
Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Magazins Science berichten, konnten sie nach vier Jahren künstlicher CO2-Erhöhung kein zusätzliches Wachstum messen. Die Bäume nahmen zwar deutlich mehr Kohlendioxid auf, nutzten es aber nicht zum Wachsen, sondern schieden es über die Atmung von Wurzeln und Boden-Mikroorganismen rasch wieder aus.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

