netzeitung.deGlobale Erwärmung verstärkt Tropenstürme

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Hurrikan Frances (Foto: Nasa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hurrikan Frances
Foto: Nasa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die diesjährigen Hurrikans haben große Schäden verursacht. Jetzt zeigen Klimasimulationen, dass solche Stürme voraussichtlich schwerer werden.

Die globale Erwärmung könnte die Stärke und die Menge des Niederschlags bei Tropenstürmen deutlich erhöhen. Darauf deutet die bislang größte Computersimulation von Stürmen, die in einer Kohlendioxid-reicheren Atmosphäre entstehen.
Stärkere Winde, mehr Regen
Die drei Hurrikans Frances, Ivan und Jeanne haben in karibischen Staaten und den USA große Schäden verursacht. Die Zerstörungen durch solche Tropenstürme könnten in Zukunft zunehmen, sagt ein US-amerikanischer Forscher. Thomas Knutson vom Geophysical Fluid Dynamics Laboratory in Princeton, New Jersey, hat im Computer mehr als 1300 Tropenstürme unter den zu erwartenden Bedingungen des globalen Klimas von 2080 simuliert.

Wie er kürzlich in der Fachzeitschrift «Journal of Climate» berichtete, könnte der zu erwartende Anstieg der Wassertemperatur stärkere Stürme entstehen lassen. Der Druck in ihrem Zentrum könnte 14 Prozent tiefer fallen als bislang. Die maximale Windgeschwindigkeit wird um sechs Prozent zunehmen und die Niederschlagsmenge im Umkreis von 100 Kilometern um das Sturmzentrum um rund ein Fünftel, ergaben die Simulationen.

Auf der Skala der Zerstörungskraft der Stürme von eins bis fünf werden sie um eine halbe Stufe zunehmen, sagt Knutson. Auch wenn die Stürme insgesamt nicht häufiger würden, könnte es daher mehr Stürme der höchsten Kategorie fünf geben.


Für das Web ediert von Patrick Eickemeier