Weitgehend friedliche Klima-Demo in Kopenhagen:
«Wandelt die Politik - nicht das Klima!»
12.12.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Das jetzt als Fotografin tätige Ex-Supermodel verlangte von US-Präsident Barack Obama weiterreichende Zusagen für den Klimaschutz, wenn er Ende nächster Woche persönlich in Kopenhagen mit Vertretern der anderen 191 Staaten ein neues Klima-Abkommen aushandelt: «Die USA müssen einsehen, dass sie mit ihrer Macht enormen Einfluss darauf haben, was im Klimaschutz passieren kann.»
Bis zum Abend soll der Demonstrationszug das Konferenzzentrum «Bella Center» erreichen, in dem seit Montag der Weltklimagipfel über ein neues globales Klimaschutzabkommen berät. Dort wollen die Demonstranten UN-Klimachef Yvo de Boer ihre Forderungen übergeben. Wegen befürchteter Ausschreitungen sind rund 6500 Polizisten in Kopenhagen im Einsatz. Zunächst blieb die Demonstration jedoch weitgehend friedlich.
19 Menschen wurden wegen kleinerer Vergehen vorläufig festgenommen. Nach Behördenangaben wurden elf Demonstranten «vorbeugend» wegen Verdachts geplanter krimineller Handlungen und je vier wegen Waffenbesitzes oder Drogenvergehen festgenommen. Am Vortag hatte es aus ähnlichen Gründen 75 Festnahmen gegeben. 13 Betroffene kamen aus Deutschland.
Weltweit wollen Menschen in mehr als 130 Ländern bei 3000 angekündigten Veranstaltungen für ein weitgehendes Klimaabkommen demonstrieren. Unter dem Demonstrations-Motto «Der Planet zuerst Menschen zuerst» sind in Kopenhagen unter anderem die irische Ex-Präsidentin Mary Robinson und Klimaaktivisten aus zahlreichen Ländern als Redner vorgesehen. (epd/dpa/nz)

