Die Ergebnisse nach einem guten Jahr Erfahrung mit «E-Bario» hält der Professor für ermutigend. Das soziale Gefüge des Orts habe sich kaum verändert, berichtet er - bis auf die Tatsache, dass Barios Schüler nun viel Zeit an den PCs verbringen. Zwar hätten sich die Neulinge anfangs etwas schwer getan, beobachtete Khairuddin. «Wenn sie sich aber erst mit der Technik vertraut gemacht haben, sind sie sehr schnell.» Vor allem die Jungen und Mädchen in Barios einziger Schule waren angetan. «Die Kinder sind bis tief in die Nacht geblieben, um erst einmal zu spielen.» Das zweijährige Projekt kostet rund 900.000 Mark, die größtenteils von der Staatskasse kommen.
Bis das Projekt zum Jahresende ausläuft, hat das Institut noch viel vor mit dem vernetzten Dschungeldorf: Vom nächsten Monat an soll eine Satelliten-Schüssel die Telefonverbindungen ersetzen. Strom soll mit Solarzellen geschaffen werden. 30 bis 40 Computer will die Uni demnächst aufstellen. So sollen die Dörfler auch ihren berühmten Bario-Reis vermarkten.