29.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Pekingerin versucht sich vor Luftverschmutzung zu schützen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Bilder vom Smog in Peking während der Olympischen Spiel ließen schon erahnen, was sich jetzt bestätigt: China produziert genauso viele Emissionen wie der bisher ungeschlagene Erste.
Die Luftbilanz der aufstrebenden Industrienation wird immer schlechter: China hat die USA als größter Produzent von Treibhausgasen eingeholt.
Hat sich China vor und während des Spektakels der Olympischen Spiele von seinem Smogaufkommen abzulenken mit kurzfristigen Aktionen wie teilweisen Fahrverboten, ist jetzt die Stunde der Wahrheit gekommen: Erstmals räumte die chinesische Regierung am Mittwoch ein, dass die chinesischen Emissionen inzwischen das amerikanische Niveau erreicht hätten.
Emissionen auch Ergebnis von ExportDie starke Abhängigkeit von Kohle, mit der China zwei Drittel seiner Energie erzeugt, werde eine Beschränkung der Treibhausgase ziemlich schwierig machen.
«Nach unseren Daten haben die gegenwärtigen Emissionen Chinas etwa das gleiche Ausmaß wie die der USA erreicht», sagte der Vizedirektor der Reform- und Entwicklungskommission, Xie Zhenhua, vor Journalisten. Mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen machten die Emissionen pro Kopf aber nur ein Fünftel der US-Werte aus. Zudem seien 20 Prozent der chinesischen Emissionen das Ergebnis der Produktion von Waren für den Export in entwickelte Staaten.
Bei der Vorstellung eines Weißbuches zum Klimaschutz forderte Xie Zhenhua, dass die reichen Industrienationen die Führung im Kampf gegen den Klimaschutz übernehmen und den Entwicklungsländern mit Geld und Technologietransfer helfen müssten. Mindestens 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes müssten die Industriestaaten dafür aufwenden. (dpa)