Pfälzischen Landeskirche:
Klimaoffensive im Auftrag des Herren
27. Okt 2008 12:18, ergänzt 14:20
 |  Bald weniger CO2-Emissionen in Kirchen | Foto: dpa |
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Mit Energiemanagement gegen den Klimawandel - «Energiebeauftragte» sollen in der Pfalz kirchliche Gebäude nach ökölogischen Kriterien sanieren.
Die Klimaoffensive der Evangelischen Kirche der Pfalz zur Senkung des Energieverbrauchs in kirchlichen Gebäuden ist nach den Worten der Umweltbeauftragten Bärbel Schäfer erfolgreich. Mehr als die Hälfte der 429 Kirchengemeinden hätten bereits sogenannte Energiebeauftragte geschult, sagte Schäfer in einem epd-Gespräch in Speyer.
Die pfälzische Landessynode hatte im Mai die Einführung eines flächendeckenden Energiemanagements beschlossen. Dazu sollen in allen Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen Ansprechpartner für Energiemanagement und Energieberatung gefunden und geschult werden.
Vorbildfunktion für Landeskirchen
Die pfälzischen Erfahrungen mit Energiemanagement werden bei der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) von 2. bis 5. November in Bremen vorgestellt. Das Schwerpunktthema lautet: «Klimawandel - Wasserwandel - Lebenswandel». Die Klimaoffensive könne durchaus eine Vorbildfunktion für andere Landeskirchen haben, sagte Schäfer. «Energiemanagement zeigt: Man kann etwas tun, ohne dass es viel kostet.»
Das Interesse in der Landeskirche sei groß, berichtet Schäfer. Durch Energiesparmaßnahmen könnten deutlich Kosten gesenkt und auch ein Beitrag zur Verringerung und des CO2-Ausstoßes geleistet werden. «Allein durch eine Veränderung des Nutzerverhaltens lassen sich bis zu 15 Prozent der Energiekosten senken», so die Beauftragte.
Verantwortung vor dem Schöpfer
Mit der Klimaoffensive will die Landeskirche angesichts der Gefahren des Klimawandels und im Bewusstsein ihrer Verantwortung vor dem Schöpfer einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Über die Ergebnisse der Umsetzung des Energiemanagements solle der Landeskirchenrat der Synode im Jahr 2012 berichten.
Die Initiative hat auch einen finanziellen Hintergrund: Aufgrund knapper Mittel könne die Landeskirche nicht alle ihre Gebäude energetisch sanieren, bei denen es nötig sei, sagte die Umweltbeauftragte. Presbyterien und kirchliche Einrichtungen, die durch gutes Management Energie einsparten, könnten allerdings bei Bau- und Sanierungsvorhaben auf Zuschüsse hoffen. Die Kosten für die Schulung der Energieberater werden zu 70 Prozent von der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz getragen. (nz/epd)