Siegels Zentrum für Biologische Vielfalt und die Umweltorganisation Pacific Environment reichten im Juli eine weitere Klage gegen das Innenministerium ein. Diese richtete sich gegen eine Entscheidung der Regierung, wonach die Ölkonzerne bei ihren Bohrungen die unbeabsichtigte Schädigung von Eisbären und Walrössern in Kauf nehmen können. Die Tierschützer sahen darin einen Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften zum Schutz der beiden Tierarten und ihres sensiblen Lebensraums in der Tschuktschensee zwischen Amerika und Asien. Dieser Fall ist noch nicht beigelegt. Daneben laufen in Washington insgesamt fünf Verfahren, in denen gefordert wird, den Eisbär von der Liste bedrohter Tierarten zu streichen. Eine dieser Klagen wurde vom Staat Alaska eingereicht - auf Anweisung von Gouverneurin Sarah Palin, der republikanischen Kandidatin für die Vizepräsidentschaft. In der Tschuktschensee leben etwa 2.000 der rund 25.000 Eisbären der Arktis. Außerdem stellt dieses Randmeer nach Angaben von Biologen den Lebensraum von nahezu der gesamten weiblichen Population des Pazifischen Walrosses dar. (AP)