Britische Studie: 

netzeitung.deDicke haben schlechte Klimabilanz

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Schaden Dicke dem Klima? (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schaden Dicke dem Klima?
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin», sang Marius Müller-Westerhagen einst. Er zählte Atemnot, Blähungen und Schwitzen als krasse Nachteile zu vieler Pfunde auf. Nun könnte die Liste verlängert werden: Dicke schädigen angeblich die Umwelt.

Die Förderung gesunder städtischer Transportpolitik, wie Laufen und Radfahren, kann dazu beitragen, den weltweiten Erdölbedarf zu reduzieren und die globale Ernährung zu sichern. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine in einer Studie, die sie im britischen Fachmagazin «The Lancet» vorstellten. Sie prangern an, dass dickere Menschen durch ihr Gewicht und ihren Hunger den Treibstoffbedarf für Transport und die landwirtschaftliche Produktion von Lebensmitteln erhöhen.

Die Forscher berechnen in dem Fachartikel, dass eine Bevölkerung mit stabilem mittlerem Body-Mass-Index (BMI) von 24,5 durchschnittlich täglich 2500 Kilokalorien pro Person verbrauche. Eine aus einer Milliarde Personen bestehende fettleibige Bevölkerung mit einem stabilen mittleren BMI von 29,0 würde dagegen 2960 Kilokalorien benötigen – im Vergleich zur normalgewichtigen Bevölkerung verbrauche diese übergewichtige Bevölkerung 18 Prozent mehr Nahrungsmittelenergie.

Außerdem würde auch mehr Treibstoff zum Transport der größeren Masse der fettleibigen Bevölkerung notwendig. Auch sei davon auszugehen, dass dicke Menschen durch ihre zusätzlichen Pfunde, die sie mit sich herumschleppen, lieber mit dem Auto fahren als laufen und dadurch zusätzlich Sprit verbrauchen.

Die Autoren folgern daraus, dass der Anteil an übergewichtigen Peronen in der Bevölkerung gesenkt werden müsse, um so den weltweiten Bedarf an Sprit und Lebensmitteln zu senken. Sie fordern deshalb Kampagnen für das Laufen und Radfahren. (nz)