Die Meeressäuger kommen:
Schweinswale in deutschen Flüssen
Vor mehr als 100 Jahren kamen die Schweinswale nach Angaben von Wenger häufig in den großen Flüssen wie Elbe, Weser und Ems vor. Dann verschwanden die 1,5 Meter großen Tiere mehr und mehr als Folge der verschmutzten Flüsse. Jahrzehntelang wurde die einzige in Deutschland heimische Walart vor der niedersächsischen Küste kaum noch gesichtet.
«Umso erfreulicher ist es jetzt, dass sie wieder in den Flüssen von Spaziergängern oder Wassersportlern beobachtet wird», sagte Wenger. Die Bestandsverlagerung führe aber auch zu neuen Problemen. Die Schweinswale würden in der südlichen Nordsee mit dem Schiffsverkehr oder Rammarbeiten beim Bau von Windparks konfrontiert oder landeten häufig als Beifang in Fischernetzen.
Um mehr über die Lebensgewohnheiten der Schweinswale zu erfahren, setzen Forscher und Naturschutzbehörden jetzt erstmals auch in der Weser elektronische Lauschgeräte ein. Zwei Unterwasser-Mikrofone sollen die Laute der kleinen Wale aufzeichnen, sagte Wenger. Zudem wurden Wassersportler und Anwohner aufgefordert, gesichtete Tiere zu melden. (dpa)
