«Unvorstellbar, dass wir angegriffen werden»
14.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Meine erste Reaktion war, dass das ein fürchterlicher Unfall sein muss. Dann sah ich die Bilder des zweiten Flugzeugs, wie es in den Tower rast. Wir wurde klar, dass die USA sich entweder im Krieg befinden oder es sich um einen Terroranschlag handeln muss.
Ich lebe seit 1986 in den USA. Für mich war es einfach unvorstellbar, dass - egal aus welcher Perspektive - irgendeine Möglichkeit bestand, dass wir angegriffen werden könnten. Die Frage nach der Sicherheit in den USA und der damit einhergehenden Lebensqualität hat meiner Meinung nach die letzten Präsidentschaftswahlen gravierend beeinflusst.
Wenn ich nur die Sicherheitsvorkehrungen auf deutschen Flughäfen im Vergleich zu amerikanischen sehe und wie locker und unbeschwert man passieren kann, wird mir bewusst, dass sich das Leben in den USA seit dem 11. September 2001 in vielerlei Hinsicht verändert hat.»
Die Netzeitung sprach mit Uwe Krupp. Er ist Eishockey-Bundestrainer und lebt mit seiner Familie in den USA. Der ehemalige Profi spielte 16 Jahre lang in der nordamerikanischen Profiliga NHL und ist der einzige deutsche Spieler, der den Stanley-Cup (die NHL-Meisterschaft) gewinnen konnte.

