netzeitung.de«Uns zitterten die Knie»

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Tennis-Weltstar Hewitt (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tennis-Weltstar Hewitt
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Für Tennis-Star Lleyton Hewitt fiel das Ereignis zusammen mit seinem ersten Grand-Slam-Sieg.

«Es waren schon unglaubliche Tage für mich. Am Sonntag, es war der 9. September, gewann ich mein erstes Grand-Slam-Finale in Flushing Meadow gegen Pete Sampras, gegen den besten Spieler aller Zeiten. Ich war wirklich überwältigt von diesem Erfolg, es war der schönste Tag in meinem Leben. Einen Tag später fuhren wir noch für Fotoaufnahmen durch New York, und ich war wieder einmal begeistert von dieser faszinierenden Stadt, von der Stadt, in der ich zudem so etwas Großes erreicht hatte.

Am Abend des 10. September nahmen wir zunächst ein Flugzeug rüber zur Westküste, und dann ging es weiter nach Australien. Später erfuhren wir, dass es eine der letzten Maschinen war, die noch den Boden verlassen konnten. Was in New York passiert war, darüber hatten wir zunächst keine Ahnung. Erst in Sydney, bei unserer Ankunft, bekamen wir die Schreckensnachricht. Wir konnten es nicht glauben, uns zitterten die Knie. Und wir dachten natürlich daran, dass dies alles auch zwei, drei Tage eher hätte passieren können. In einem Moment, wo wir selbst noch in New York waren. Die Erinnerung an diese Tage ist schon sehr gespalten für mich: Erst dieser große Sieg, dann dieses furchtbare Attentat.»

Der australische Tennis-Star Lleyton Hewitt ist seit 1998 Profi. Er wurde als jüngster Tennisspieler die Nummer 1 der Weltrangliste. Zwei Tage vor den Anschlägen gewann er in New York die US Open. (Protokoll: nz)