08. Sep 2006 14:23
Dem Historiker Michael Wolffsohn blieb nur wenig Zeit für's Begreifen, dann klingelte das erste Fernsehteam an seiner Tür.
«Zum Zeitpunkt der Anschläge war ich zuhause. Nach einer kleinen Mittagspause sah ich meine Frau am Nachmittag vor dem Fernseher. Das ist bei uns ein absoluter familiärer Notfall. Dass es ein globaler war, habe ich leider schnell verstehen müssen. Dann kamen die TV-Übertragungswagen, um mich zu interviewen.Was ich gedacht habe, als ich das brennende World Trade Center gesehen habe? Das gleiche wie alle menschlichen Menschen: Wie können Menschen Menschen so etwas Entsetzliches antun?»
Die Netzeitung sprach mit Michael Wolffsohn, 1947 in Tel-Aviv (Israel) geboren. Er ist Historiker und Politikwissenschaftler und lehrt an der Universität der Bundeswehr in München Neuere Geschichte. (Protokoll: nz)