myNZ - LoginProbeabo  |  Guided Tour  |  Login  
E-Mail an die Redaktion Politik

Zur Übersicht 11. SeptemberZur Titelseite
Zur Übersicht SPEZIAL



 Titelseite
 Deutschland
 Wirtschaft
 Vermischtes
 Sport
 Entertainment
 Internet
 Feuilleton
 Wissenschaft
 Auto & Technik
 Arbeit & Beruf
 Medien
 Wetter
 Reise


 NZ-Services
 · Executive Jobs
 · Podcast
 · RSS-Feed
 · Vorlagen/    Downloads
 · News per SMS
 · Leser Top 10
 · 24 Stunden
 · Stellenmarkt
 · Suche
 · Archiv
 weitere Services


 Verlagsbeilagen
 · Elitepartner
 » Verlagsbeilagen 


 Über uns
 Bilderschau
 NZ-Audio
 Stellenangebote
 Leserbriefe
 Mediadaten


«Bushs Gesicht wurde plötzlich ganz rot»
10. Sep 2006 18:12

Bush erfährt von seinem Stabchef von den Attacken in New York
Foto: AP
US-Präsident Bush besuchte am 11. September 2001 eine Grundschule in Florida - als er von den Terrorattacken erfuhr. Die Schüler, die damals dabei waren, erinnern sich noch sehr genau, wie die Stimmung kippte.

Von Phil Davis

Millionen Amerikaner können genau sagen, wo sie am 11. September 2001 waren, als sie von den Terroranschlägen in New York erfuhren. Doch die Geschichte der Grundschüler in Sarasota, Florida ist einzigartig. Sie hatten an jenem Morgen Besuch von US-Präsident George W. Bush.

Mehr in der Netzeitung:
Bush wollte in der Emma-E.-Booker-Grundschule in einem der ärmsten Viertel Sarasotas für eine landesweite Kampagne zur Förderung des Lesens werben. Als er um neun Uhr morgens dort ankam, wusste er bereits, dass eine Viertelstunde zuvor ein Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers geflogen war. Dennoch setzte sich Bush ins Klassenzimmer, um den Zweitklässlern beim Vorlesen zuzuhören.

Um 9:05 Uhr flüsterte Stabschef Andrew Card dem Präsidenten die Nachricht ins Ohr, dass ein zweites Flugzeug in den Südturm des World Trade Centers gestürzt war. Die Szene ist auf einem Foto der Nachrichtenagentur AP festgehalten. In der linken Ecke des Bildes ist Tyler Radkey abgebildet. Bushs Gesicht sei plötzlich rot geworden, erinnert sich der heute 13-Jährige. «Ich dachte, dass er mal auf die Toilette müsste.» Und seine Klassenkameradin Natalia Jones-Pinkey sagt: «Er sah irgendwie so aus, als müsse er weinen.» Wegen der folgenden sieben Minuten, in denen Tyler und Natalia weiter vorlasen und der Präsident zuhörte, wurde Bush immer wieder kritisiert. Filmemacher Michael Moore verwendete die Aufnahmen aus der Schule, um Bush in seinem Dokumentarfilm «Fahrenheit 9/11» bloßzustellen.

Um 9:31 Uhr ging Bush in die Schulbibliothek und wandte sich in einer kurzen Ansprache an die Nation. Die Fernsehbilder dieses Morgens zeigen auch den Schüler Michael Alexander, wie er stolz neben dem Präsidenten steht. Wenige Augenblicke später kam alles anders. Eigentlich sollte Bush über die guten Leistungen der Schüler im Lesen sprechen. Doch Bushs Worte waren für Michael nur schwer zu verstehen: «nationale Tragödie», «Flugzeuge abgestürzt», «terroristischer Angriff». Michael war so fassungslos, dass er vergaß, seinen Kopf zu beugen, als zu einem Moment der Stille aufgerufen wurde.

«Da bin ich, genau da», sagt Michael knapp fünf Jahre später und zeigt auf dem Bildschirm auf den verwirrten Jungen, der als zweiter von rechts neben dem Präsidenten steht. «Ich versuche gerade zu begreifen, was passiert», erinnert sich der 15-Jährige.

Nach der Schweigeminute verließ Bush die Schule - und plötzlich folgte alles dem ursprünglichen Protokoll. Bildungsminister Rod Paige redete vor den benommenen Schülern und Lehrern darüber, wie wichtig Lesen ist.

«Es war so unwirklich», sagt die Sprecherin der Schule, Sheila Weiss. «Jeder wollte raus und erfahren, was da passiert ist. Aber wir konnten nicht weg.» Als die letzten Politiker die Schule verlassen hatten, brannte das Pentagon, und die Zwillingstürme des World Trade Centers waren eingestürzt. Flug 93 der United Airlines zerschellte auf einem Feld in Pennsylvania.

«Ich habe viel gelernt», sagt Byron Mitchell. Auch er war damals mit Bush in der Bibliothek. «Ich habe gelernt, dass jeden Moment alles passieren kann.» Byron und Michael sind noch immer Freunde. Gemeinsam blättern sie das Buch durch, mit dem die Schule an den 11. September 2001 erinnert. «Das war der größte Tag in meinem Leben», sagt Byron, der jetzt in die zehnte Klasse geht. «Ich würde nicht sagen, dass ich mittendrin war, aber ich war ein Teil davon.» (AP)




WEITERE NACHRICHTEN IM WEB SUCHEN:

 


bwin Jetzt 10 EUR Wettbonus kassieren!


 

« Weiteres aus dem Spezial 11. SEPTEMBER
Drucken
Artikel versenden
Meistgelesen
Readers Edition


NZ-Suche
 


Anzeige

zum Seitenanfang


Titelseite | Deutschland | Ausland | Wirtschaft | Vermischtes | Sport | Entertainment | Internet
Feuilleton |  Wissenschaft | Auto & Technik | Arbeit & Beruf | Medien | Wetter | Reise | Spezial | Suche
Podcast | RSS-Feed | NZ-Mobil | Die letzten 24h | Desktop-Schlagzeilen | Newsletter
Leserbriefe | Leser Top 10 | Über uns
 

Chefredakteure: Michael Angele und Matthias Ehlert  |  Impressum  |  Mitarbeiter  |  Kontakt  |  Mediadaten  |  Audio-News
 
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2007 NZ Netzeitung GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.