myNZ - LoginProbeabo  |  Guided Tour  |  Login  
E-Mail an die Redaktion Politik

Zur Übersicht 11. SeptemberZur Titelseite
Zur Übersicht SPEZIAL



 Titelseite
 Deutschland
 Wirtschaft
 Vermischtes
 Sport
 Entertainment
 Internet
 Feuilleton
 Wissenschaft
 Auto & Technik
 Arbeit & Beruf
 Medien
 Wetter
 Reise


 NZ-Services
 · Executive Jobs
 · Podcast
 · RSS-Feed
 · Vorlagen/    Downloads
 · News per SMS
 · Leser Top 10
 · 24 Stunden
 · Stellenmarkt
 · Suche
 · Archiv
 weitere Services


 Verlagsbeilagen
 · Elitepartner
 » Verlagsbeilagen 


 Über uns
 Bilderschau
 NZ-Audio
 Stellenangebote
 Leserbriefe
 Mediadaten


Historiker sieht Ziele von 9/11-Planern erreicht
11. Sep 2006 10:35

Anschlag auf New York am 11. September 2001
Bild vergrößern
Foto: dpa
Der Historiker Berg sieht die Motive für die Anschläge vom 11. September 2001 erfolgreich umgesetzt: Es sei den Terroristen gelungen, die USA zur Besetzung der beiden muslimischen Länder Afghanistan und Irak zu bewegen.

Fünf Jahre nach dem 11. September 2001 resümiert der Historiker Manfred Berg, die Planer der Anschläge in den USA seien in der Umsetzung ihrer Motive erfolgreich gewesen. «Man zögert, den Urhebern dieses schrecklichen Geschehens Erfolg zu bescheinigen», sagte der Professor für Amerikanische Geschichte an der Universität Heidelberg der Netzeitung. «Aber dennoch kann man die Anschläge als gelungene Provokation sehen. Es ist den Urhebern gelungen, die USA und einige ihrer Verbündeten dazu zu bringen, gleich zwei muslimische Länder, Afghanistan und den Irak, militärisch zu besetzen und damit eine direkte militärische Front zu eröffnen.»

Mehr in der Netzeitung:
Übergeordnetes Kalkül der Terroristen sei gewesen, mit den Anschlägen eine Konfrontation zwischen dem Westen der islamischen Welt herbeizuführen. Dies sei ihnen geglückt. «Wir wissen ja inzwischen, dass der 11. September ein Fanal sein sollte, und dieses Fanal hat durchaus gezündet», sagte Berg.

Kritik übte der ehemalige Herausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift «American Studies Journal» am Vorgehen der US-Regierung. Zwar sei ein entschlossenes Vorgehen gegen den Terrorismus und seine Unterstützer notwendig. Doch der «Krieg gegen den Terror» und die Invasion im Irak hätten das Mächtegleichgewicht im Mittleren Osten nicht in der Art und Weise verändert, wie sich das die US-Regierung versprochen habe. «Denn eine Initialzündung für eine Demokratisierung der arabisch-islamischen Welt gab es nicht, dafür steht heute ausgerechnet der Iran gestärkt da.» Die amerikanische Invasion im Irak habe «die Idee der liberalen Demokratie eher diskreditiert, weil sie mit westlicher Bevormundung oder mit Chaos identifiziert» werde.

«Modernisierungskrise der arabischen Welt»

Interview:
Die Auffassung, die islamische Welt sei das Opfer westlicher Unterdrückung und Verschwörung und gewaltsamer Widerstand völlig legitim, finde «offenkundig erhebliche Resonanz, nicht zuletzt unter jungen Muslimen in Metropolen des Westens», sagte der Wissenschaftler. Der islamistische Fundamentalismus und terroristische Extremismus seien «auch Ausdruck einer tiefen Modernisierungskrise der arabischen Welt».

In den westlichen Gesellschaften habe es hingegen eine «Verschiebung zum Sicherheits- und Präventionsstaat gegeben». «In der Spannung zwischen Sicherheit und Freiheit hat sich die Präferenz von Politik und Bevölkerung in Richtung Sicherheit verschoben.»

Bergs Urteil über die bisherige Amtsführung von US-Präsident George W. Bush fällt insgesamt negativ aus. «Die bisherige innen- und außenpolitische Bilanz seiner Präsidentschaft bietet wenig Veranlassung, ihm gute Noten zu geben oder seine intellektuellen und politischen Fähigkeiten zu preisen.» Allerdings hätten viele seiner Vorgänger einfach das Glück gehabt, nicht mit den selben Herausforderungen konfrontiert zu werden.





WEITERE NACHRICHTEN IM WEB SUCHEN:

 


bwin Jetzt 10 EUR Wettbonus kassieren!


 

« Weiteres aus dem Spezial 11. SEPTEMBER
Drucken
Artikel versenden
Meistgelesen
Readers Edition


NZ-Suche
 


Anzeige

zum Seitenanfang


Titelseite | Deutschland | Ausland | Wirtschaft | Vermischtes | Sport | Entertainment | Internet
Feuilleton |  Wissenschaft | Auto & Technik | Arbeit & Beruf | Medien | Wetter | Reise | Spezial | Suche
Podcast | RSS-Feed | NZ-Mobil | Die letzten 24h | Desktop-Schlagzeilen | Newsletter
Leserbriefe | Leser Top 10 | Über uns
 

Chefredakteure: Michael Angele und Matthias Ehlert  |  Impressum  |  Mitarbeiter  |  Kontakt  |  Mediadaten  |  Audio-News
 
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2007 NZ Netzeitung GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.