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|  Terrorexperte gibt Bush Mitschuld an 9/11
09. Sep 2006 08:20
 |  Richard Clarke | | Foto: dpa |
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Bushs früherer Anti-Terror-Koordinator Clarke hat die Außenpolitik des US-Präsidenten für die zunehmende Aggressivität von Islamisten mitverantwortlich gemacht. Demokratie könne nicht mit dem Bajonett importiert werden.
Anlässlich des fünften Jahrestages der Anschläge vom 11. September hat der Sicherheits-Experte Richard Clarke der US-Regierung eine Mitschuld an der Ausbreitung des islamistischen Terrorismus gegeben.
Clarke, der als Anti-Terror-Koordinator für die Bush-Regierung gearbeitet hatte, sagte der «Frankfurter Rundschau», seit 2001 sei die Terrorgefahr nach Ansicht aller Experten noch gewachsen. Dies liege unter anderem an der Vorgehensweise der USA im Irak. «Demokratie kann nur gedeihen, wenn sie eine interne Entwicklung ist. Nicht, wenn sie mit dem Bajonett importiert wird», sagte Clarke. Der Irak sei heute ein Trainingsfeld für Terroristen. «Wir haben ihn dazu gemacht», wird Clarke zitiert. Nötig sei vielmehr auch eine ideologische Auseinandersetzung. Der Kampf gegen den Terror müsse auf zwei Ebenen geführt werden: «Auf der taktischen Ebene verhindern wir, dass die Terroristen Schaden anrichten.» Aber es wüchsen neue Täter nach. «Deshalb muss man auf der strategischen Ebene die Unterstützung für diese Gruppen austrocknen. Dafür müssen wir uns auf eine Schlacht um Ideen einlassen», sagte der Experte. (nz)
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