Dabei seien die beiden Libanesen mit ihren Koffer-Trolleys aufgefallen. Sie hätten gemeinsam die Vorhalle des Bahnhofs betreten, sich an einen Ticketschalter begeben und dann in einigem Abstand, ohne Blickkontakt aufzunehmen, den Bahnsteig betreten. Der Angeklagte sagte auf die Frage, ob er den Regionalzug um 13 Uhr nach Koblenz bestiegen habe, dies wisse er nicht mehr. Der BKA-Beamte sagte, beide Bomben seien in den mittleren Waggons der Züge in Großraumabteilen zwischen den Sitzreihen platziert worden. Schon wenige Minuten später habe Jihad H. den Kölner Hauptbahnhof ohne Koffer verlassen und ein Taxi zum Flughafen bestiegen. Die Bomben waren wegen eines technischen Fehlers nicht explodiert.
Die Ermittler hätten die Aufnahmen von 225 Kameras aus neun Bahnhöfen sichergestellt und ausgewertet, sagte der Zeuge. Das Material habe insgesamt aus 545 Tagen Videoaufnahmen bestanden. Zudem seien 1,3 Millionen Daten von Mobilfunktelefonen ausgewertet worden - ohne jeden Hinweis auf die Verdächtigen.