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Zahlreiche Tote bei Anschlag in Afghanistan

06. Nov 2007 14:13, ergänzt 17:01
Ex-Handelsminister Sajed Mustafa Kasimi ist unter den Opfern des Anschlags.
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Nördlich von Kabul hat ein Selbstmordattentäter mehrere Dutzend Menschen getötet. Parlamentarier und Stammesvertreter besichtigten gerade eine Zuckerfabrik.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Gruppe afghanischer Parlamentarier sind am Dienstag nördlich von Kabul mindestens 30 Menschen getötet worden. Aus dem Gesundheitsministerium in Kabul hieß es, mehr als 80 Menschen seien bei der Detonation in einer neuen Zuckerfabrik in der Provinz Baghlan verletzt worden.

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Die betroffene Ortschaft liegt im nordafghanischen Kommandobereich der Bundeswehr. Ein Sprecher von Präsident Hamid Karsai sagte, unter den Toten seien sechs Abgeordnete. Karsai verurteilte den Anschlag als «Terrorakt» und machte Feinde Afghanistans dafür verantwortlich. Das Innenministerium bestätigte, dass es sich um einen Selbstmordattentäter handelte.

Auch Schulkinder unter den Opfern

Aus dem Parlament hieß es, der Sprecher der oppositionellen Vereinten Front, der prominente Abgeordnete Mustafa Kasimi, sei ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien auch Schulkinder, sagte Vize-Handelsminister Ziauddin Zia, der der Delegation angehörte. Die Parlamentarier sind Mitglieder des von Kasimi geleiteten Handelsausschusses.

Die Abgeordneten wollten sich ein Bild vom wirtschaftlichen Fortschritt in der Provinz machen. Baghlan gehört zum Regionalkommando Nord der Internationalen Schutztruppe ISAF. Deutschland führt das Regionalkommando. In Baghlan betreibt Ungarn ein militärisch-ziviles Wiederaufbauteam der ISAF. (dpa)

 
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