Terrorprozess gegen Islamisten in Madrid
15.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Außerdem sollen die Angeklagten Anschläge auf das Gebäude des Obersten Gerichtshofs, auf die Zentrale der konservativen Volkspartei (PP) und einen Madrider Bahnhof geplant haben. Die Staatsanwaltschaft forderte für die Angeklagten Haftstrafen zwischen zweieinhalb und 46 Jahren. Als Drahtzieher des geplanten Anschlags gilt Abderrahmane Tahiri alias Mohamed Achraf, der im April 2005 von der Schweiz an Spanien ausgeliefert worden war.
Die spanische Polizei hatte das Terrornetz im Oktober 2004 aufgedeckt - sieben Monate nach den Anschlägen auf vier Madrider Pendlerzüge. Die Gruppe nannte sich «Märtyrer für Marokko» und soll nur indirekt mit den Attentätern vom 11. März 2004 zu tun gehabt haben. Bei diesen Anschlägen waren 191 Menschen getötet und mehr als 1800 verletzt worden.
Den mutmaßlichen Bombenlegern vom 11. März und deren Hintermännern wurde bereits der Prozess gemacht. Die Urteile werden am 31. Oktober verkündet. (dpa)

