netzeitung.deUSA setzen Kopfgeld auf Taliban aus

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US-Armee in Afghanistan (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Armee in Afghanistan
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Für Hinweise zur Ergreifung von zwölf Extremisten-Führern in Afghanistan bieten die USA Belohnungen an. Mit Osama bin Laden und Mullah Omar lässt sich allerdings noch erheblich mehr Geld verdienen.

Die US-Streitkräfte haben hohe Belohnungen für Informationen über zwölf gesuchte Kämpfer der Taliban und der Al Qaeda ausgesetzt. Im Osten Afghanistans wurden Plakate mit Bildern der zwölf Männer aufgehängt.

Die Belohnungen reichen von 20.000 Dollar bis 200.000 Dollar. Den Gesuchten wird vorgeworfen, für Bombenanschläge und Selbstmordattentate verantwortlich zu sein. Der amerikanische Oberstleutnant Rob Pollack erklärte in Bagram, man setze auf eine ähnliche Strategie wie die Bundespolizei FBI gegen kriminelle Banden.

US-Militärsprecher Chris Belcher sagte, man wolle erreichen, dass die Menschen die Aufständischen erkennen könnten. Nicht auf der Liste zu finden sind Terroristenchef Osama bin Laden, für dessen Ergreifung die USA 25 Millionen Dollar ausgesetzt haben, und Talibanführer Mullah Omar, für den zehn Millionen Dollar Belohnung gezahlt werden.

Pollock sagte, die US-Streitkräfte zahlten Afghanen, die einen ausländischen Kämpfer übergeben, bis zu 10.000 Dollar. Auch für Hinweise auf versteckte Bomben zahlen die Truppen eine Belohnung.

Bei Kämpfen mit afghanischen und US-geführten Truppen wurden am Montag im Süden Afghanistans mehr als 20 mutmaßliche Aufständische getötet. Die Soldaten verfolgten nach Koalitionsangaben Aufständische im Bezirk Reg in der Provinz Helmand und wurden dabei angegriffen. Daraufhin forderten sie Luftunterstützung an. (AP)