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Schäuble warnt vor deutschen Islamisten

06. Sep 2007 07:52
Schäuble ist zufrieden über die Fahndungen der Polizei
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Die Zahl der Deutschen, die zum Islam übertreten, ist deutlich gestiegen. Unter ihnen seien gefährliche Fanatiker, sagt Innenminister Schäuble.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble warnt nach den Festnahmen von drei Terror-Verdächtigen vor der Gefahr durch radikale Konvertiten. «Man denkt, wer hier aufwächst und die großen Vorteile unserer freien Gesellschaft genießt, ist immun. Aber einige sind für Radikalisierung empfänglich. Das sind gefährliche, fanatische Leute mit hoher krimineller Energie», sagte der Minister der «Bild»-Zeitung.

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Schäuble zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit der Polizei. «Diesmal war es die hervorragende Arbeit unserer Sicherheitsbehörden, die uns vor der Anschlagsserie bewahrt hat. Wenn Sie so wollen: das Glück der Tüchtigen.»

Nach der Festnahme von zwei zum Islam konvertierten Deutschen als Terrorverdächtige hat der Leiter des Zentralinstituts Islam-Archiv in Soest, Salim Abdullah, einen Zusammenhang zwischen erhöhter Gewaltbereitschaft und dem Übertritt zum Islam bestritten. Untersuchungen seines Forschungsinstituts hätten zwar gezeigt, dass neu zum Islam Gekommene dazu neigten, alles richtig machen zu wollen, sagte Abdullah der «Berliner Zeitung». Sie hätten ein besonders enges Verhältnis zur neuen Religion.

Nach Angaben des Islam-Archivs ist die Zahl der deutschen Konvertiten im vergangenen Jahr stark angestiegen. Waren es 2005 noch etwa 1000 Deutsche, die sich für den Übertritt zum Islam entschieden, so erhöhte sich die Zahl 2006 auf etwa 4000, wie Abdallah sagte. Von den derzeit knapp 3,3 Millionen in Deutschland lebenden Muslimen sind laut Islam-Archiv 18.000 deutschstämmig.

Dem Institut werden Neuzugänge von den deutschen Moschee-Gemeinden gemeldet. Salim Abdullah führt den starken Zulauf von Deutschen zum Islam auf die stärker werdende allgemeine Islamophobie zurück. «Immer wenn der Islam unter Generalverdacht steht, solidarisieren sich viele Menschen mit dieser Religion», sagte Abdullah. (ddp)

 
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