netzeitung.deUS-Soldaten bei Hubschrauberabsturz getötet

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US-Soldaten im Irak (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Soldaten im Irak
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Helikopter verunglückte, feindlichen Beschuss gab es nicht. Im nordirakischen Baidschi sprengte ein Selbstmordattentäter mit einem Tankwagen sich und mindestens 20 Menschen in die Luft.

Beim Absturz eines Hubschraubers im Nordirak sind nach Militärangaben 14 US-Soldaten ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ «UH-60 Black Hawk» sei bei einem nächtlichen Einsatz verunglückt, teilten die US-Streitkräfte in Bagdad mit. Es gebe keine Hinweise auf feindlichen Beschuss.

Die Hubschrauberbesatzung gehörte der «Task Force Lightning» an, die gegen sunnitische Rebellen vorgeht. Offenbar hat es einen mechanischen Defekt gegeben. Die genaue Ursache werde aber noch untersucht, hieß es. Der Hubschrauber war mit einer zweiten Maschine gleichen Typs unterwegs gewesen, als sich das Unglück ereignete.

Die US-Streitkräfte im Irak setzen oft Hubschrauber ein, um das Risiko von Überfällen und Straßenbomben zu vermeiden. Das schwerste Hubschrauberunglück gab es im Januar 2005. Damals geriet ein Transporthubschrauber in einen Sandsturm, 31 Soldaten wurden tödlich verletzt. Offenbar abgeschossen wurde eine «Black Hawk» am 20. Januar dieses Jahres in der Provinz Dijala. Damals kamen zwölf Soldaten ums Leben. Insgesamt starben seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 mehr als 3700 US-Soldaten.

In der Polizeidirektion des etwa 180 Kilometer nördlich der irakischen Hauptstadt gelegenen Baidschi gab es am Mittwoch eine große Explosion. Nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija sprengte sich ein Selbstmordattentäter am Eingangstor mit einem Lastwagen in die Luft und tötete dabei mindestens 20 Menschen. 50 weitere hätten Verletzungen erlitten. Augenzeugen sahen Flammen und dichte Rauchwolken über dem Gebäude aufsteigen. Bei einem weiteren Anschlag in der Innenstadt von Tikrit kam ein Polizist ums Leben. (nz/dpa/AP)