Er und alle mit dem Fall Beschäftigten im Verteidigungsministerium würden die Vorgänge «tief bedauern», sagte Rumsfeld, der im vergangen Dezember zurückgetreten war. Die Angehörigen des Toten beschuldigten das US-Militär und das Pentagon, das Schicksal des Vorzeige-Soldaten für politische Zwecke missbraucht zu haben. Ziel sei es gewesen, negative Schlagzeilen über den Antiterrorkrieg zu verhindern, sagte der Bruder des Toten, Kevin Tillman. «Wir sind alle betrogen worden», klagte Mutter Mary Tillman damals.Rumsfeld betonte, dass er persönlich nicht involviert war, als die Familie Tillmans falsch informiert wurde. Er verwies auf ein internes Schreiben von ihm zu Beginn seiner Amtszeit 2001, in dem er allen Mitarbeiter des Pentagons aufgefordert habe, stets bei der Wahrheit zu bleiben. «Tut nichts, was Fragen über die Glaubwürdigkeit des Verteidigungsministeriums aufwerfen könnte«, heißt es in dem am Mittwoch vorgelegten Rundschreiben Rumsfelds. (dpa)