25.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Laut Brown sollen die Grenzen bald von Uniformierten kontrolliert werden
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der britische Premier will erreichen, dass Terrorverdächtige künftig doppelt so lange inhaftiert werden können wie bisher. Grenzer sollen zudem zu Festnahmen berechtigt sein.
Der britische Premierminister Gordon Brown will die Anti-Terrorgesetze verschärfen. Brown forderte am Mittwoch vor dem Unterhaus, die Frist für die Inhaftierung von Terrorverdächtigen ohne formelle Anschuldigung von 28 auf 56 Tage zu verdoppeln.
Außerdem kündigte Brown an, die Grenzkontrollen in Großbritannien würden künftig von uniformierten Beamten durchgeführt. Bislang kontrollieren Angestellte des Innenministeriums in ziviler Kleidung die Grenzen. Die Beamten der neu geschaffenen Behörde sollen auch zu Festnahmen befugt sein. «Diese uniformierte Präsenz an den Grenzen wird es schon sehr bald geben», sagte Brown. Seit 2001 habe es in Großbritannien 15 versuchte Terroranschläge gegeben, erklärte Brown vor den Abgeordneten.
Sein Vorgänger Tony Blair war nach den Londoner Terroranschlägen im Juli 2005 mit einem Regierungsentwurf zur Verlängerung der Frist für die Inhaftierung von Terrorverdächtigen gescheitert. Blair hatte sich für eine Verlängerung von 14 auf 90 Tage eingesetzt. Das Parlament entschied im November 2005, die Frist auf die derzeit geltenden 28 Tage zu verlängern. (dpa)