11. Jul 2007 14:20
Wegen versuchter Anschläge vor zwei Jahren in London kommen vier Extremisten lebenslang ins Gefängnis. Nur ihre Zünder waren explodiert, nicht die Sprengsätze.
Um ein Haar wäre es den Männern gelungen, ihre Pläne zum Massenmord zu verwirklichen, erklärte der Richter am Mittwoch bei der Urteilsverkündung in London. Sie hätten nach Anleitung des Terrornetzwerkes Al Qaeda gehandelt. Die Männer hatten versucht, am 21. Juli 2005 die Selbstmordanschläge auf drei U-Bahnen und einen Bus exakt nachzuahmen. Ihre Angriffe mit Rucksackbomben schlugen fehl, weil nur die Zünder detonierten, nicht aber die Sprengsätze. Niemand wurde verletzt. Die Attentäter - Muktar Said Ibrahim, Yassin Omar, Ramzi Mohammed und Hussain Osman - müssen jeweils mindestens 40 Jahre im Gefängnis bleiben, ehe eine Begnadigung geprüft werden kann, legte der Richter fest.
Er betonte den Zusammenhang zwischen den fehlgeschlagenen Attentaten am 21. Juli und jenen am 7. Juli 2005, bei denen 52 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt worden waren. Beide Tätergruppen hätten zu Terrorzellen unter der Kontrolle des Netzwerkes Al Qaeda gehört.