Guantánamo-Insassen vor US-Gerichten chancenlos
02.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Menschenrechtsgruppen kritisierten das Urteil scharf. «Wir sind enttäuscht und halten diese Verzögerung für skrupellos», sagte Michael Ratner vom Center for Constitutional Rights, das für den Zugang von Guantánamo- Häftlingen zu zivilen Gerichten eintritt. Er bezog sich darauf, dass sich das Supreme Court nach einer Prüfung durch Berufungsgerichte vermutlich erneut mit der Frage befassen wird.
Bushs Ende 2006 in Kraft getretenes Gesetz zum Umgang mit Gefangenen erlaubt der Regierung ausdrücklich, Terrorverdächtige vor Militärtribunale anstatt vor ordentliche Gerichte zu stellen.
Der Oberste Gerichtshof hatte im Juni vergangenen Jahres den Umgang mit den Häftlingen in Guantánamo wegen mangelnder Rechtsgrundlage als illegal bezeichnet und damit Bush unter Zugzwang gebracht, das neue Anti-Terror-Gesetz vorzulegen. Bürgerrechtsgruppen und eine Reihe führender demokratischer Politiker kritisieren das Gesetz als verfassungswidrig und Verstoß gegen die amerikanischen Werte. (AP)

