21. Mrz 2007 07:39, ergänzt 09:24
Das Droh-Video, in dem Islamisten zum Heiligen Krieg gegen Deutschland und Europa aufriefen, ist in Deutschland fertiggestellt worden. Das fanden IT-Experten heraus.
Mithilfe ihrer Fahndungstechnologie war die Hamburger Firma bereits im Oktober 2005 auf Rohmaterial der Al Qaeda auf einen Server in Erfurt gestoßen. Es habe sich um Video-Rohmaterial aus dem Irak gehandelt, hieß es, das mit Animationen und türkischen Untertiteln in Erfurt aufbereitet wurde. Kein Zufall
Wie die Experten schildern, veröffentlichten die Dschihadisten das Rohmaterial in Deutschland, - wie bereits im Oktober 2005 - über denselben Internet-Provider in Erfurt. Von hier an übernahm dann die Global Islamic Media Front (GIMF) die Endproduktion. Sie brachten die deutschsprachigen Untertitel ein, verringerten die Datendichte des Videos und brachten es im Internet in Umlauf. Firmenvorstand Bert Weingarten sagte zudem, es sei kein Zufall, dass die Endproduktion und die Verbreitung exakt mit der Verfahrensweise aus 2005 übereinstimme.
«Die in Deutschland aktive Zelle der GIMF hat somit belegt, dass es sich weder um Trittbrettfahrer noch um die Verbreitung einer freundlichen Bitte auf Abzug der Deutschen Soldaten aus Afghanistan handelt». Nach Einschätzung des Unternehmens hat die verschlüsselte Kommunikation der GIMF stark zugenommen. Hintergründe zur GIMF, Details zur Propagandaverbreitung und Informationen zur verwendeten Verschlüsselung hat Pan Amp bereits in den Monaten zuvor an das Bundesinnenministerium und das Bundeskriminalamt übergeben. (nz)