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Guantánamo-Insasse gesteht Anschläge

19. Mrz 2007 18:52
Guantanamo
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Ein Guantánamo-Häftling hat gestanden, an den Anschlägen auf den US-Flugzeugträger «USS Cole» und auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania beteiligt gewesen zu sein.

Der Guantánamo-Häftling Walid bin Attasch hat nach Angaben des Pentagons die Planung des Terroranschlages auf den US-Zerstörer «USS Cole» gestanden, bei dem im Jahr 2000 17 Menschen starben. Bei einer Anhörung vor einer Militärkommission im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba hat Attasch außerdem seine Beteiligung an den Terroranschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tanzania vom August 1998 zugegeben. Das geht aus einem am Montag vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten und zensierten Protokoll der Anhörung hervor. Bei den beiden Botschaftsanschlägen kamen mehr als 200 Menschen ums Leben.

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Attasch gehört zu einer Gruppe von 14 Gefangenen, die von den USA als besonders gefährlich eingestuft werden. Sie wurden im September vergangenen Jahres aus geheimen CIA-Gefängnissen im Ausland nach Guantánamo Bay gebracht. Die 14 mutmaßlichen Mitglieder des Terrornetzes Al Qaeda oder der afghanischen Taliban-Milizen sollen nach dem Willen von US-Präsident George W. Bush wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden. Die ehemalige Nummer drei von Al Qaeda, Chalid Scheich Mohammed, hatte bei einer Anhörung unter anderem die Planung der Anschläge vom 11. September 2001 zugegeben.

Attasch sagte laut Anhörungsprotokoll vor der dreiköpfigen Militärkommission, dass er rund anderthalb Jahre lang den Anschlag auf den US-Zerstörer «USS Cole» vom 12. Oktober 2000 im jemenitischen Aden vorbereitet und den Sprengstoff und das Boot gekauft habe. Zur Zeit des Anschlages selbst sei er mit Terrorchef Osama bin Laden in Kandahar in Afghanistan gewesen.

Attasch hat nach eigenen Worten auch beim Anschlag auf die beiden US-Botschaften in Kenia und Tansania vom 7. August 1998 geholfen. Laut Protokoll unterstützte Attasch die Attentäter mit gefälschten Stempeln, Visa und anderen Dingen.

Attasch sagte vor der Militärkommission weiterhin aus, dass bestimmte gegen ihn vorgebrachte Fakten grundlegend korrigiert werden müssten. (dpa)

 
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