Der Terrorist nutze die politische Lage im Libanon für sich aus, meinen Beobachter. Schwierigkeiten mit der Regierung in Beirut habe er nicht zu erwarten. Der Chef der für die innere Sicherheit zuständigen Sicherheitskräfte, Generalmajor Achraf Rifi, sagte der Zeitung, die Regierung sei ohne Genehmigung der übrigen arabischen Länder nicht befugt, in ein palästinensisches Lager einzudringen - obwohl Abssi bereits im Libanon, in Jordanien und Syrien unter Terrorverdacht gesucht werde.
Laut einem Sprecher des libanesischen Informationsministeriums entzog sich Abssi im vergangenen November durch Flucht aus Syrien einer Verhaftung. Im Januar nahm auch Jordanien wieder die Spur des Islamisten auf. Abssi wurde beschuldigt, Kämpfer in das Land geschickt zu haben. Bei einem Gefecht mit der Polizei nahe der nordjordanischen Stadt Irbid wurde einer der Verdächtigen getötet.
Die Aussichten, dass Abssi selbst dem Militär in die Hände fällt, werden indes als sehr gering bewertet. «Ich kann an viele Orten Menschen festnehmen - allerdings nicht ihn», meint ein Vertreter der Sicherheitskräfte in einem der Länder, in dem nach dem Palästinenser gefahndet wird. (nz)