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«Ich bringe nicht gern Kinder um»

15. Mrz 2007 11:01
US-Polizeifotos von Chalid Scheich Mohammed
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Erstmals hat der Chefplaner der 9/11-Anschläge seine Terrorstrategie erklärt. Wir dokumentieren Auszüge seiner Aussagen vor einem US-Militärtribunal.

Bei einer Anhörung als besonders gefährlich angesehener Guantánamo-Häftlinge hat das hochrangige Al-Qaeda-Mitglied Chalid Scheich Mohammed die Verantwortung für die Anschläge vom 11. September übernommen und die Beteiligung an zahlreichen weiteren Terrorakten zugegeben.

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Seine Aussagen machte er in gebrochenem Englisch oder in Arabisch. Das Pentagon veröffentlichte nur Teile davon. Einige Passagen wurden geschwärzt - vermutlich ging es darin um Foltervorwürfe Mohammeds gegen den Geheimdienst CIA.

«Wir sind feindliche Kämpfer»

«Viele Muslime (...) sind von Amerika unterdrückt worden. So sieht es der Prophet. Wenn wir sagen, sie sind feindliche Kämpfer, dann ist das richtig. (...) Aber wir bitten euch erneut, diejenigen Gefangenen, die keine feindlichen Kämpfer sind, fair zu behandeln. Denn viele von ihnen sind ohne Berechtigung festgenommen worden. Viele, nicht nur einer, zwei oder drei (...).»
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«Islam gibt keine Erlaubnis zum Töten»

Hintergrund:
Im Krieg gibt es sicherlich Opfer. Ich bin aber nicht glücklich darüber, dass 3000 in Amerika getötet wurden. Mir tut es sogar Leid. Ich töte nicht gern Kinder. Der Islam hat mir niemals grünes Licht für die Tötung von Menschen gegeben. Im Christentum, im Judentum und im Islam ist Töten verboten. Es gibt aber Ausnahmen von dieser Regel, etwa wenn ihr Menschen im Irak tötet. Ihr sagt, ihr müsst das tun.«

«Osama bin Laden kämpft wie George Washington»

Wenn ihr in zwei Drittel von Mexiko einmarschiert, nennt ihr den Krieg euer offensichtliches Schicksal. (...) Die andere Seite nennt euch aber Unterdrücker. (...)Die Amerikaner sehen George Washington als Helden, so wie Muslime Osama bin Laden sehen. Er tut das Gleiche: Er kämpft und braucht Unabhängigkeit. (...) Wenn wir jetzt in der Zeit der Revolutionskriege lebten, würde George Washington von den Briten gefangen genommen. Sicherlich würden sie ihn als feindlichen Kämpfer betrachten.«

«Jeder Krieg hat seine Sprache»

Ihr wisst sehr wohl, dass jeder Krieg seine Sprache hat. (...) Wenn Amerika in den Irak einmarschieren will, schicken sie Saddam keine Rosen und Küsse. Sie schicken ein Bombardement. (nz)

 
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