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Linkspartei will gegen Tornado-Einsatz klagen

13. Mrz 2007 21:40
Heute noch in Schleswig-Holstein, morgen in Afghanistan: Ein 'Recce'-Tornado der Luftwaffe
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Die Bundeswehr schafft bereits Material für den Tornado-Einsatz nach Afghanistan. Die Mission wird aber voraussichtlich noch einmal das Bundesverfassungsgericht beschäftigen.

Der Tornado-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan wird voraussichtlich schon in Kürze erneut das Bundesverfassungsgericht beschäftigen: Die Linksfraktion will einen Eilantrag stellen und klagen. Als Termin ist Anfang der Woche geplant, wie die «Financial Times Deutschland» und die «Berliner Zeitung» in ihren Mittwochausgaben den außenpolitischen Sprecher der Linksfraktion, Norman Paech, zitieren. Erst am Montag war ein Eilantrag von zwei Unionspolitikern abgewiesen worden.

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Derweil läuft die Verlegung der Tornado-Einheit auf vollen Touren. Der Einsatz der Tornados führe zu einer stillschweigenden und damit unzulässigen Veränderung des Nato-Vertrages, begründete die Linke ihr Vorgehen. Falls dem Eilantrag stattgegeben wird, müsste die Bundesregierung mit der Entsendung der Jets warten, bis das Bundesverfassungsgericht in der Hauptsache entscheidet.

Einen ähnlichen Eilantrag der Abgeordneten Peter Gauweiler (CSU) und Willy Wimmer (CDU) hatten die Richter mit Verweis auf die fehlende Antragsberechtigung abgelehnt. Da mit der Linke nun eine Fraktion klagen will, muss über diese Frage neu entschieden werden.

Verlegung läuft

Will keine deutschen Tornados in Afghanistan: Norman Paech Foto: dpa
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Unterdessen ist die Verlegung deutscher Aufklärungsflugzeuge vom Typ Tornado nach Afghanistan in vollem Gange. Wie die Luftwaffe erklärte, fliegen jeden Tag zwei russische Transportmaschinen mit Material vom Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein zum Einsatzort Masar-i-Scharif in Afghanistan.

Die sechs deutschen Tornado-Jets sollen laut Luftwaffensprecher Holger Wilkens Anfang April aus eigener Kraft nach Afghanistan fliegen und dort die westlichen Truppen mit Aufklärungsfotos über die Bewegungen der Taliban- Kämpfer unterstützen. Die so genannten Recce- Aufklärungsflugzeuge mit dem Namen tragen nicht nur Waffen, sondern auch Kameras. «Recce» steht für «Reconnaissance», also Aufklärung. Zunächst werden 600 Tonnen Material nach Masar-i-Scharif geschafft, darunter die Spezialkameras.

Abschuss unmöglich?

Die Flugzeuge sind mit drei Kamerasystemen ausgerüstet. Alle 47 Tornados dieses Modells sind üblicherweise beim Aufklärungsgeschwader 51 «Immelmann» in Jagel nahe Schleswig stationiert. Vor feindlichen Angriffen der Taliban fühlen sich die deutschen Piloten sicher. «Wir fliegen in großen Höhen, Starts und Landungen werden von unseren Verbündeten abgesichert», sagt Kommodore Thorsten Poschwatta. Die Mannschaft soll außer zu den Flügen den Stützpunkt nicht verlassen.

«Recce»-Tornados werden nicht nur im Zusammenhang mit militärischen Operationen eingesetzt, sondern auch bei Polizeieinsätzen und im Katastrophenschutz. Im Juli 1995 wurden sechs «Recce»-Tornados mit Bodenpersonal zur Unterstützung der UN-Eingreiftruppe in Bosnien-Herzegowina nach Piacenza verlegt. Sie blieben sechs Jahre auf dem Stützpunkt in Italien. (AP)

 
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