Bei diesen Anhörungen wird lediglich entschieden, ob die Gefangenen als so genannte «feindliche Kämpfer» eingestuft werden. Unter dieser Voraussetzung können sie dann ohne Anklageerhebung weiter festgehalten werden. Dieser Anhörung zur Klärung des Status werden alle neu ankommenden Gefangene in Guantánamo Bay unterzogen. Das US-Verteidigungsministerium hatte in der Vergangenheit zu den Anhörungen Journalisten zugelassen. Im Fall der 14 Gefangenen aus den geheimen CIA-Gefängnissen finden die Anhörungen jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Deshalb ist nicht bekannt, welcher Gefangene zuerst vor der Militärkommission erscheinen musste.
Der Australier David Hicks ist der erste Häftling aus dem Gefangenenlager Guantánamo Bay, gegen den bis Anfang Juli der Prozess beginnen soll. Hicks ist vom Pentagon Ende Februar wegen Unterstützung des Terrorismus angeklagt worden. (dpa)