netzeitung.deNato startet Frühjahrsoffensive in Afghanistan

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Operation Frühjahrsoffensive ist angelaufen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Operation Frühjahrsoffensive ist angelaufen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Nato-geführte internationale Schutztruppe Isaf hat ihren Kampf gegen die Taliban im umkämpften Süden Afghanistans intensiviert. Erste Soldaten bezogen ihre Position.

Die Nato-geführte internationale Schutztruppe Isaf hat am Dienstag ihre Frühjahrsoffensive gegen die Taliban im umkämpften Süden Afghanistans begonnen. Die ersten Kräfte der «Operation Achilles» hätten ihre Positionen gegen 5 Uhr (Ortszeit) in der Provinz Helmand bezogen, teilte die Isaf-Führung mit.

Auf dem Höhepunkt werde die zeitlich unbefristete Operation mehr als 4500 Isaf-Soldaten und knapp 1000 afghanische Sicherheitskräfte umfassen. Die Taliban haben ihrerseits eine Frühjahrsoffensive und eine Welle an Selbstmordanschlägen angekündigt. Laut dem Taliban-Militärführer Mullah Dadullah steht eine Armee aus hunderten potenziellen Selbstmord-Attentätern bereit, um gegen die insgesamt rund 35.000 Nato-Soldaten im Land zu kämpfen. Hunderte hätten sich bereits registrieren lassen, weitere stünden auf einer Warteliste. «Jeder will als Erster eingesetzt werden», hatte Dadullah vergangene Woche angekündigt.

Der Isaf-Regionalkommandeur Generalmajor Ton van Loon sagte, es handele sich um die bislang größte gemeinsame Operation von Isaf- und afghanischen Truppen. Die «Operation Achilles» sei auf Bitten der afghanischen Regierung begonnen worden und solle zunächst Sicherheit in den Norden Helmands bringen.

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Dort haben die Taliban seit mehr als einem Monat den Distrikt Musa Kala unter ihrer Kontrolle. Wie die Taliban am Dienstag verlauten ließ, entführten die Extremisten in der Provinz Helmand einen Briten und zwei Einheimische. Einige Medien berichten, bei den am Montag Entführten handle es sich um Journalisten.

Die Isaf will mit der Operation zunächst die Sicherheitslage verbessern. Übergeordnetes Ziel sei aber, die afghanische Regierung dazu zu befähigen, mit dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region zu beginnen.

Eine Internetseite der radikal-islamischen Taliban sperrte der Internetprovider der Rebellen mit Beginn der Offensive. Besucher der Seite «Stimme des Dschihad» landeten am Dienstag auf einer Internetseite, die mitteilte, dass das Kundenkonto gelöscht sei. (nz)